Sonntag, 13. Dezember 2015

Tod und Trennung

Namasté ihr Lieben,

im September war ich auf einem Vortrag von Sriram im Jivamukti (Buttermelcherstr.) München.

Thema: Der Tod, der Schlaf, das Selbst.

Seit 2011 habe ich kein geliebtes Wesen mehr verloren. Und hoffe das bleibt auch noch lange so. Auch von Freunden ist zwischenzeitlich niemand Nahestehendes gestorben. Doch heute war es soweit.

Per Telefon wurde mir weinend erklärt, dass die geliebte Oma gestorben ist.

Ich bin mittlerweile (das war mit 17, als mein Opa und mein Papa gestorben sind, ganz anders) ruhig wenn es um das Sterben geht.
Es kann natürlich sein, dass es mir auch heute, wenn es um jemand geht den ich persönlich kenne, wieder so schwierig ist wie damals.

Doch ich habe gelernt Trost zu spenden. Da zu sein. Tränen da sein zu lassen. Zuhören. Fest halten. 


Für mich sind die lieben Wesen, deren Seelen ihre Körper verlassen haben, immer allgegenwärtig. Ich trage sie bei mir. In meinem Herzen. Dafür brauche ich keinen Friedhof (auch wenn ich tatsächlich gerne am Grab meines Papas bin), keinen Gegenstand (auch wenn ich den Schaukelelefant meines Opas in Ehren halte) und kein Foto (auch wenn mein erster Hund, wunderschön gemalen, in meinem Flur hängt).

Ich bin mir sicher, dass meine Lieben ganz genau spüren wenn ich an sie denke.

Niemand ist auf den Tod vorbereitet.
Es gehört zum Leben dazu, diese Erfahrung zu machen. Ohne Tod gibt es kein Leben. Ohne Leben gibt es keinen Tod.

Und ist nicht jede Trennung von Menschen, jedes Beenden einer Beziehung, seien es Partnerschaften oder Freundschaften, ein bisschen wie Sterben?


Im Gegenzug ist dafür jedes Kennenlernen wie eine Geburt.

Gegensätze. Wie alles im Leben. Dunkel und hell. Schwarz und weiß. Yin und Yang. Frau und Mann.

Meine Musik zum Thema.
Philipp Poisel und Alin Coen: Hab keine Angst.


Sonnengrüße,
Claudi

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