Donnerstag, 14. Januar 2016

Bergwerk

Namasté ihr Lieben,

ich will unbedingt Yoga mit Musik unterrichten. Später mal. Nicht als DJane die ein 1 1/2 Stunden Programm zusammenstellt. Aber sehr wohl ein Lied pro Stunde. Als Thema. In ein asana oder als Einstieg oder zum Ende hin eingebunden. Das sind die Möglichkeiten, die ich schön und entspannend finde und die ich im Kopf hab. So übe ich zu Hause auch oft. Weil Musik ein großer Teil meines Lebens ist.

Würde ich heute eine Yogastunde zusammenstellen, wäre "Das Bergwerk" Thema.

Meine Lieblingszeile lautet (in meiner Art Bayrisch Münchnerisch - weil ich es mir nicht anmaßen mag des in Österreichisch niederzuschreiben):

...

Weilst des Brennen in mir fühlst

und mi nie besitzen willst

Brauch i di

...


Wer dieses wunderschöne Lied (das mich schon zu meinen Wiesn-Besuchen als Teenie begleitet hat) nicht kennt... Ursprünglich ja von Reinhard Fendrich... Hier mit den beiden begnadeten Herren Schmidtbauer und Kälberer:




Das Thema der Stunde wäre dann "aparigraha", das Nicht-Besitzen-Wollen.
Mehr dazu im Wiki von yoga-vidya.de.


Eine (thematisch nicht ganz) passende Übersetzung aus der bhagavad gita, habe ich auf der Website des Yoga Journals entdeckt:

Der yogische Schlüssel zur Freiheit in allem Tun ist eine Stelle in der Bhagavad Gita: „Handle, aber binde dich nicht an das Ergebnis.“ 


(Quelle: http://yogajournal.de/keine-angst-vertrauen-durch-meditation/)

Welch wunderschöner Ansatz. Das da zwei Menschen die zwar verbunden aber dennoch frei sind. Das meine ich nicht in Bezug auf Monogamie oder Polygamie. Sondern auf die eigene Entwicklung, das tägliche Tun, den eigenen Raum. Die sich nicht-besitzen-wollen, oder nicht-binden-wollen. Weil du keinen Menschen an dich binden kannst. Und auch kein Ergebnis heraufbezwingen kannst. So sehr du es auch willst. Aber gemeinsam Momente sammeln und genießen. Füreinander da sein, bedingungslos. Dennoch Freiheiten lassen und nicht zu allem "Ja und Amen" sagen. Dinge auch ohne Partner tun. Diese Kombi geht meines Erachtens sehr wohl. "Weilst mi nie besitzen willst" halt. So. Eh.

Sonnengrüße,
Claudi

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