Donnerstag, 11. Februar 2016

Verantwortungsgefühle

Namasté ihr Lieben,

gestern habe ich euch mein Lieblings-Sriram-Buch "Wünsche dir alles, ..." vorgestellt.

Dort habe ich schon angekündigt, dass mir das Thema "Verantwortungsgefühle" sehr viel zu denken gegeben hat. Also richtig viel. Nicht nur ein bisschen viel. Sondern ganz schön viel viel.


Warum? Ich habe mir schon oft Dinge gewünscht. Und ich glaube fest an die Macht der Gedanken und somit auch an die Macht der Wünsche. Doch von "Verantwortungsgefühlen" habe ich noch nie was gehört. Bzw. mir noch nie Gedanken darüber gemacht.

An der erste Stelle steht laut Sriram der Wunsch, gefolgt von dem Einsatz dafür. Dann kommt eben die Verantwortung. Und abschließend das Vertrauen in die Kraft des Wünschens und das Loslassen der Erwartungen.


Was immer es ist, an das wir tief glauben - wir werden es im Leben bekommen. (Bhagavadgita, 9.25)



Das Wort "Verantwortungsgefühle" hat mir gleich gefallen. Denn es setzt, wie ich finde, beides voraus. Gefühle kommen aus dem Herzen? Doch die Gedanken über die Verantwortung, entstehen doch zuerst einmal im Kopf?

Und so bin ich seit Montag ein bisserl "Banane". Denn es ist viel anstrengender, als es auf den ersten Blick erscheinen mag, sich über die Konsequenzen eines Wunsches (die ja in alle Richtungen gehen können!) bewusst zu werden.

Kann ich diesen Wunsch tragen? Bin ich mir ganz klar darüber, was mit seiner Erfüllung auf mich zukommt? Will ich das? Wirklich?

Im nächsten Augenblick zweifle ich das alles somit wieder an. Ich will doch mehr fühlen und weniger analysieren! Ist mein Zweifel an das Wünschen nur eine Fluchtmöglichkeit? Die Hoffnung darauf wegschauen zu können? Sich nicht damit auseinanderzusetzen?


"Verantwortungsgefühle" haben, meiner bisherigen, kurzen, Erfahrung nach, irre viel mit dem Denken (im Kopf) und dem Fühlen (im Herz) zu tun. Das eine klappt nicht ohne das andere. In dem Fall gehört es zusammen. Am gleichen Strang ziehen wollen die beiden (zumindest bei mir) aber leider eher selten.

Entweder mein Herz schreit JA und der Kopf sagt nein. Oder der Kopf schreit JA und mein Herz zieht nicht mit. 


Ich hab noch nicht raus, wie ich beide unter einen Hut bringen kann. Oder ist das vielleicht gar nicht das Ziel? Jedenfalls will ich es momentan nicht werten - sondern nehme diesen Fakt einfach mal zur Kenntnis.

"Unser Denkvermögen ist ein Werkzeug. Es kann eingesetzt werde, um über Fragen zu reflektieren und Lösungen zu finden. Unsere innersten Fragen aber wollen nicht beantwortet, sondern in der Stille erhöhrt und angenommen werden. Das geht nur, wenn wir das Herz sprechen lassen."


(Aus "Wünsche dir alles, erwarte nichts und werde reich beschenkt - Indische Philisophie für ein erfülltes Leben" von R. Sriram)

Dieser Satz war dann Grund genug, dass ich mich so richtig (tatsächlich über eine Stunde lang) mit meinem aktuellen Herzenswunsch und den dazugehörigen "Verantwortungsgefühlen" auseinander gesetzt habe. Diese stehen nun auf einem Zettel, der mich immer begleitet. Damit ich mich jederzeit in sie reinfühlen kann. Und da kommen Sachen hoch. Puh. Ich sag es euch! Es lohnte sich auf jeden Fall mal wieder reinzuhorchen, reinzufühlen, reinzuspüren und anzunehmen. Da hilft "wegatmen" nicht viel ;-) Im Gegenteil. Eher entsteht frisches "Quellwasser".

Mein Soundtrack zum Thema kommt vom wundertollen Gregor Meyle: "Hier spricht dein Herz"





Ich bin dein Herz, 
ich schlag tief in dir, 
hör nie auf zu träumen, 
denn so sprichst du mit mir.
Ich bin ganz bestimmt

immer ehrlich zu dir
und das Wichtigste ist:
Behalt dein Lächeln im Gesicht!

(Von Gregor Meyle)

Ich sage heute, am Tag 25, also JA zu Verantwortungsgefühlen, zu meinem Herz und zu meinem Lächeln.

Sonnengrüße,
Claudi

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