Montag, 22. August 2016

Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Yogalehrerausbildungszeit

Namasté ihr Lieben,

gerne schreibe ich hier nieder wenn mir Veränderungen an mir bewusst werden. Das ist heute mal wieder soweit.

In einer Einzelstunde habe ich mir mal einen Tipp gewünscht wie man besser mit Menschen umgehen kann. Naja. Also. Allgemein gesagt kann ich das ganz gut. Denke ich. Aber oft geht es mir so, dass mir Worte oder Taten aber auch das Nichtstun von Mitmenschen sehr nahe gehen.

Ich beziehe das dann auf mich ("Was habe ICH falsch gemacht?") und lass mich dadurch runterziehen. So einen "Fall" habe ich im Umfeld. Und zwar schon länger.

Durch den Yoga (und auch die vielen tollen Bücher die ich seit Ende 2014 gelesen habe) wurde mir jedoch bewusst: Wenn ich selbst down bin, dann strahlt das ja noch mehr auf alle(s) andere(n) ab!

Es gilt in solchen Momenten also erst recht (!) bei sich selbst zu bleiben und vor allem die eigene gute Stimmung zu bewahren.


Doch wie geht es diese Theorie praktisch umzusetzen? "Mitfühlen statt mitleiden" hat mir hier nicht weitergeholfen - da es sich nicht um direktes Leid handelt.

Also habe ich mich wie eine Schmetterlingsraupe in einen Kokon gesetzt. War in einer Schutzhülle voll bei mir anstatt mich von außen beeinflussen zu lassen. Das übe ich seit fast einem halben Jahr und bin mittlerweile recht gut darin. Sogar so gut, dass ich dieser Person nun wieder mit einem ehrlichen Lächeln auf dem Gesicht begegnen kann. Das ist sehr befreiend und vor allem, ganz wichtig, das bin ich.

Oft kamen Fragen in mir auf: Warum werde ICH damit konfrontiert? Was habe ich dieser einen Person getan, damit ICH ständig mit all dem umgehen muss? Was soll ICH darauf lernen?

Ganz ehrlich: Bis vor kurzem war mir das nicht klar. Und nun hat es plötzlich Klick gemacht.

Diese Person war/ist mein Lehrer. Ich habe von dieser Person etwas Großartiges gelernt, ein absolut sinnvolles Werkzeug an die Hand bekommen, welches ich nun jederzeit und in allen Situationen hervorzaubern kann.


Ehrlich herrlich!!!

Ich erlebe aktuell manchmal Momente/ Gespräche/ Diskussionen wie bei der Umstellung von vegetarisch essen auf vegan leben. Das ist alles andere als schön, sehr anstrengend und hinterlässt viele Fragezeichen bei mir.

  • Fragen die weit hergeholt sind, werden mir an den Kopf geworfen.
  • Vorurteile ausgepackt (Stoffwechsel, zu schnell abnehmen, zu wenig essen, Essstörung,...)
  • Menschen machen sind Gedanken über Themen die sie zum einen nix angehen, zum anderen ihr Thema sind und nicht meins.
  • Ja, ich hab bereits 2008 schon mal gut abgenommen und ja, alles wieder zugenommen. Aber: Da war ich nicht soweit. Da hat mein Körperfett reagiert ohne Bauch, Herz und Kopf mitzunehmen.
  • Sogar demotivierende Vorwürfe höre ich. 
  • Ich muss mich rechtfertigen und verteidigen.

Ich raff es nicht. Mich nervt das. So richtig.

Das was gerade passiert ist für mich keine Kurzzeit-Diät. Es ist eine dauerhafte Lebensumstellung!!!


Klar. Anders als beim Herzensthema "vegan" sind hier schon jetzt immer mal Ausnahmen angesagt.

Aber wieso kann man sich nicht einfach freuen? Unabhängig von eigenen Themen? Wenn Freundinnen tolle Männer kennenlernen, freue ich mich auch für sie. Und zwar von Herzen - auch wenn ich keinen Partner habe. Das ist selbstverständlich für mich. Genauso kann man sich doch auch für Menschen die abnehmen freuen, auch wenn es für einen selbst gerade nicht der richtige Zeitpunkt ist. Oder noch besser: Nicht notwendig ist!

Nachdem ich Bücher gelesen habe und nach Jahren des Verweigerns auf die Waage bin war klar: Ich bin übergewichtig. Und zwar nicht ein bisserl. Sondern so richtig. Um genau zu sein 12 Kilo. Wenn ich nun also noch drei abnehme, dann habe ich erstmal überhaupt endlich wieder NORMALgewicht. Das um mal kurz die Fakten festzuhalten.

Wisst ihr...

Ich habe viel gelernt in den letzten neun Wochen. Über mich und meinen Körper. Meine Seele, meinen Kopf, mein Herz. 


Mir ist soooo viel bewusst geworden, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist. Damit meine ich nicht 2008 sondern bereits 1990. Ich arbeite mental und körperlich an meinem Ziel. Yoga und Medationen helfen wunderbar. Sie unterstützen mich. Sind mein Anker.

Mein Wunsch nach absolutem Wohlfühlen wie noch nie zuvor, mag für viele abschreckend wirken. Glaubt mir, ich kann das nachvollziehen. Auch ich hab noch Anfang Juni nicht ansatzweise daran gedacht, dass ich jemals wieder Gewicht verlieren könnte.

Mein Körper bedankt sich gerade für meine neue Art von Ess- und Denkverhalten. Er sagt ganz laut: Danke, dass du es nun endlich verstanden hast.

Wie könnte ich ihm da Steine in den Weg legen? Und warum? Ich bin ihm dankbar dafür und nehme all das was gerade zu mir kommt (sein es Bücher, Ärzte, Tipps von Freunden) entsprechend an. Halleluja!

Um nochmal kurz zum Anfang zurück zu kommen. Ich danke meinem Lehrer zum Thema "Im Kokon sitzen" dafür. Doch glaubt mir. Der Schmetterling ist nun bereit zum Fliegen!





Sonnengrüße,
Claudi
 

Kommentare:

  1. Du machst das gut so, wie du es machst. Hör auf dich und deinen Körper! Man sollte unterscheiden zwischen Neid anderer und Fürsorge/Besorgnis von Freunden. Aber wie du schon so schön sagtest, es kann auch eine Art Lehrer dahinter stecken. :)

    Ich freue mich für deine Gewichtsabnahme und hoffe du kommst zu deinem Wohlfühlgewicht und bleibst gesund und munter.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie lieb von dir. Vielen Dank <3
      Das ist wirklich Seelenpflege. Hach.

      Sonnengrüße von Herzen,
      Claudi

      Löschen
  2. Ich finde es auch sehr bewundernswert was du da schaffst. Ich bin leider ein Mensch der bei Essen nur sehr schwer verzichten kann, aber merke das meinem Körper vieles nicht gut tut ( hab leider auch fleissig zugenommen, obwohl ich damit bis ich 25 war nie Schwierigkeiten hatte) Ich finde es besonders schön, dass du abnimmst und deine Seele mitnimmst, ich lese gerne mehr Beiträge davon :) Lieben Gruß, Steffi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für deine lieben Worte, Steffi <3
      Hab ein schönes Wochenende!
      Sonnengrüße,
      Claudi

      Löschen