Donnerstag, 11. August 2016

Und plötzlich macht es Klick. Oder: ...

... "Warum ein Jahr warten, hoffen, wünschen plötzlich Sinn ergibt!".

Namasté ihr Lieben,

ein Jahr lang habe ich mir einen Mann an meine Seite gewünscht. Also "den" Mann. Einen der bleibt. Dazu gibt es viele viele Blogeinträge. Beispielsweise diesen hier.

Und gerade eben, auf dem Heimweg, hat es Klick gemacht.

Da sitze ich im Auto, geb die beste Zweitstimme der Welt für Anthony Kiedis ab und denke mir: "Ach jaaaaa. Klaroooooooo. Mensch! Da hättest du ja mal eher drauf kommen können."


Vom Juni 2015 bis lustigerweise ganz genau Juni 2016 sind meine Gedanken Tag für Tag. Mehrmals! Um das Thema "Ich will einen Partner. JETZT!" gekreist. Der Herzenswunsch nach einem Menschen an meiner Seite wurde immer größer. Fast nicht mehr erträglich. Ich kann gar nicht mehr mitzählen, für wie viele RDDs (kleiner Insider) ich in der Zeit geschwärmt habe. 15 Dates hatte ich. Und so verdammt viel Zeit mit Wischen und Klicken und Whatsappen verbracht. Des geht auf kei Kuhhaut! (Sorry, mit fällt kein veganes Pendant dazu ein.)

Wie viele Gespräche ich mit meinen Mädels über das Thema geführt hab kann ich nicht ansatzweise erahnen. Auch darin wurde viel Zeit investiert. Von mir und ihnen, weil sie einfach immer für mich und meine Gedanken da sind. Danke. Danke. Danke. Ich liebe jede von euch und brauche hier keine Namen aufführen, die richtigen werden sich angesprochen fühlen.

Gekoppelt wurde die Wünscherei und Bitterei ans Universum aber mit einer gewissen Unzufriedenheit. Weil ich genau gemerkt habe, dass ich immer wieder "neu" zu mir zurück kehren muss - sobald ein Kerl meinen Weg gekreuzt hat.


Und dann war es soweit. Der Ayurveda und das Buch "Fettlogik überwinden" kreuzten meinen Weg. In Kombi mit meiner zweiten Einzelpraxis zu der ich dann wieder zurück gekehrt bin, nachdem die Rückenschmerzen weg waren. Vertrauen und so. Selbstvertrauen. Darauf vertrauen. Abgeben?

Auf einmal war da "nur" noch ich. Und glaubt mir: Das ist genug ;-)

Plötzlich geh ich um 22:00 Uhr (spätestens) ins Bett. Stehe um 05:15 Uhr wieder auf. Königlich ;-)
Da wird meditiert, in aller Frühe gekocht, das ayurvedische Morgenprogramm durchgezogen. Ich schaue Filme die mir gut tun. Spätabends gibt es kein TV (bei mir im Sinne von DVDs, nicht Fernseh schauen). Nach dem Spaziergang mit Finn wird gleich das Handy ausgemacht. Bad. Bett. Fertig. Ich geh mit Freunden lieber spazieren statt essen. Lese stundenlang. Sitz auch mal nur da und tu gar nix. Also nix. Wirklich nix.

Ständig denke ich an Liz in "Eat pray love" und "Attraversiamo". Das "Überqueren" oder für mich "Weitergehen". Vielleicht auch "Etwas hinter sich lassen". Sinnbildlich vielleicht so etwas wie einen neuen Weg einschlagen.


Und ich genieße es. Bin oft müde (Liegt am Wetter? Der Ernährungs- und Lebensumstellung? Der wilden Zeit?), Banane, matschig oder malad (Danke Doris für die vokabluarische Erinnerung. Das beschreibt es tatsächlich am allerbesten!). Aber viel mehr staune ich. Ich staune über mich und meine Veränderung. Und freu mich darüber, dass da offensichtlich wieder eine Schicht abfällt, die mich näher an mich, mein Inneres ran bringt.

Zurück zu meinem Gesang mit the one and only Anthony. Hier das Lied, "Don't forget me":





(Gleich dreimal weil ich mich nicht entscheiden kann)

Und da denke ich mir plötzlich:

HALLO??? ICH HAB MICH SELBST VERGESSEN!!!
Don't forget me...


Vor lauter "Ich will aber..." war ich plötzlich in den Hintergrund gerutscht. Klar, ich kümmer mich schon seit Ende 2014 gut um mich (Danke Katrin für das Buch von Louise Hay. Mein Augenöffner!). Aber so richtig, so ganz ausschließlich und voller Liebe und Rücksicht und Achtsamkeit, mache ich das erst wieder seit ganz genau dem 18.06.2016.

Und nun geh ich noch weiter:

Im Nachhinein denke ich, dass ich im letzten Jahr keinen für mich guten Mann kennen gelernt habe, weil der Plan von oben natürlich schon länger bekannt war.


Erst einmal hormonell wieder gesund werden. Meine tollen Freunde noch mehr lieben und schätzen lernen als eh schon. Und dann, mit all dem neuen Wissen und ganz viel Rückenwind durchstarten. Voller Tatendrang, wohlwissentlich wie dankbar ich für mein Leben sein kann.

Dieses Geschenk an jahrtausende altem Wissen annehmen und umsetzen. Und zwar so richtig. Ich bin ja auch richtig vegan und nicht nur Halbzeit. Weil für mich schon immer "ganz oder gar nicht" angesagt war. Die Entscheidung Ratschläge meines Arztes umzusetzen war schon im Vorfeld gefallen. Trotz verwirrter Startschwierigkeiten bin ich nun so glücklich über all das was da bereits passiert ist, gerade passiert und noch passieren wird.

Ich bin mir sicher, dass ich das nur so machen kann, weil ich "allein" bin. Weil da niemand ist auf den ich (aufopferungsvoll wie ich nun mal bin in so einer Partnerschaft) (ja, falsch, ich weiß) achten brauche. Also für mich, Claudi, ist das Singlesein aktuell das Beste was sein kann.

Und plötzlich macht es Klick und ein Jahr warten, hoffen, wünschen ergibt einen so großen Sinn!!!


Klar, der eine oder die andere von euch mag nun denken "Das is doch alles nur Schönreden!". Aber nein, ist es nicht. Denn Schönreden fühlt sich so was von dermaßen anders an, als das was ich grad fühle.

Da ist Liebe, Freude, Lachen, Musik, Genießen, Sonne, Frieden im Herz und Lust am Leben. Und zwar an meinem Leben. So wie es jetzt gerade ist.

Sonnengrüße voller Dankbarkeit,
Claudi

Kommentare:

  1. Liebe Claudi,

    wow, was für ein toller Beitrag!! Du sprichst mir aus der Seele, ich kann die Gedanken wirklich 100% nachvollziehen, auch wenn meine Beziehung "nur" plötzlich zu einer Fernbeziehung geworden ist, merke ich, wie mir dieser wahnsinns Raum (und früh ins Bett gehen, mich gaaaanz viel um mich kümmern) richtig gut tut und genau richtig ist, auch wenn ich erst 2, 3 Monate gebraucht habe, um das zu erkennen und vorher nur in dieser frustrierten "die Situation ist total scheiße" Denkspirale gefangen war. Vielleicht hat das Universum ja doch nen Plan für uns und gibt uns genau das, was wir brauchen, auch wenn wir es (erst mal) nicht wollen?! :) Jedenfalls toll geschrieben und sehr motivierend!
    Liebe Grüße
    Steffi

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    1. Liebe Steffi,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Ich freu mich sehr, wenn es nicht nur mir so geht :) :) :) Dass ich dich obendrein damit noch motivieren kann ist noch tollerer.

      Hab ein wunderbares Wochenende.

      Sonnengrüße,
      Claudi

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