Sonntag, 16. Oktober 2016

Das elfte Ausbildungswochenende - Tankstelle

Namasté ihr Lieben,

ja, diese Wochenenden sind wie eine Tankstelle.
Und nein, nicht so dreckig :) :) :)

Sondern: Wir laden uns dort auf. Gemeinsam. Oder Gegenseitig? Es ist wirklich zauberhaft und so wunderschön, dass mir fast die Worte fehlen.

Vorweg: Das Yogasutra ist keine Religion, kein biblischer Text. Sondern Philosophie. Die mich zum Schweben und Fliegen bringt.

Ich war am Freitag wirklich groggy. Aber dann kommt man an, sieht diese liebevollen Menschen nach drei Monaten Pause wieder. Und die Gespräche gehen so weiter, als hätten wir nie aufgehört uns zu unterhalten.

Ja, wir sind gewachsen. Da war ein Sommer dazwischen, viele Erlebnisse. Gekrönt von unserer ersten Vorstellstunde.

Dieses Wochenende haben wir alles über das zweite Kapitel des Yogasutra gelernt. Oder gemeinsam erarbeitet? Viel philosophiert, zugehört, übend erfahren dürfen. 


Welche Qualitäten sollte unser Handeln haben? 

Die Sprache war von
klesas ("Die störenden Kräfte")
yamas ("Der Weg von außen nach innen"/ "Wie verhält sich ein Mensch?") und
niyamas ("Wie gehe ich auf heilsame Weise mit mir selbst um?").

Besonders beeindruckt hat mich die Feststellung, dass wir alle klesas in uns haben. Die meisten schlummern jedoch leise vor sich hin. Aber da sind sie. Wir sollten uns deswegen alle mit ihnen auseinander setzen. "Alles was von uns in die Welt geht, kommt auf uns zurück" (YS 2.12). Sehr schön ist es zu wissen, dass Leid, das noch bevorsteht, verhindert werden kann. (YS 2.16)

Oft vielen die Wörter "Loslassen. Abstand halten. Reflektieren (dhyanam). Ausatmen."

Wir haben uns an die vier bhavanas einnert (maitra, karuna, mudita, upeksa).
Ich mag die Idee von "pratipaksa bhavana" sehr. Das bedeutet das Gegenteil zu betrachten, wenn man bzgl. der Umsetzung von yamas oder niyamas unsicher ist.

Wunderschön war für mich, dass unsere Ausbilderin Karin so detailliert auf "ahimsa" (eins der fünf yamas) eingegangen ist und auch bezüglich "sauca" (eins der fünf niyamas) von meinen Freunden und unser aller Mitlebewesen, den Tieren, gesprochen hat.

Ja - das ist schon eine Tankstelle. Der Raum. Die Menschen. Die Gedanken, die hier einfach fließen düfen. Alles. Das ist wie es ist. In diesem Moment. Nun. Jetzt. atha. Alles ist gut. Oder "So ist es jetzt". Und in meiner Ausbildungsschule definitiv genau richtig - bin ich.


Musik gibt es heute keine. Den Takt des Tages gibt mein Herz vor.

Sonnengrüße,
Claudi

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