Mittwoch, 14. Dezember 2016

Romeo & Julia

Namaste ihr Lieben,

ein jahrelanger Wunsch wurde wahr: Ich war in unserer wunderschönen Oper.

Mittlerweile habe ich gegoogelt. Richtig formuliert ist es wohl: Ich war im Nationaltheater was der Spielplatz der Bayerischen Staatsoper ist.

Seit über 34 Jahren lebe ich in München, stand immer andächtig vor dem Gebäude, bin mit Gänsehaut am Ein- und Ausgang der dort Angestellten auf der Maximlianstraße entlang geschlendert. Habe mir so oft gewünscht dieses herrliche Gebäude einmal von innen zu sehen. Wusste nicht wie an Karten kommen. Und dann sollte es natürlich nicht irgendwas sein. Nein. Das Ballett-Mädchen in mir wollte selbstverständlich ins Ballett.



Und dann äußert Oma im Frühjahr den Wunsch, ein Stück in der Oper (so nenn ich das Gebäude seit eh und je) zu sehen. Mama hat mir das erzählt, ich war sofort Feuer und Flamme. Doch wohin gehen?

Zum Glück hat uns eine Freundin dann darauf aufmerksam gemacht, dass "Romeo & Julia" gespielt bzw. getanzt wird.

Ahhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!! Mein Herz geht auf.


Die Freundin hat uns Tickets organisieren können. Siebte Reihe. Frau gönnt sich ja sonst nix ;-)
Oma hat die Karten zum 81. Geburtstag geschenkt bekommen und spontan Quellwasser in den Augen. Wie ein kleines Mädchen (und ich) (hihi) ist sie sitzend auf und abgehüpft.

Ja und dann war es soweit - letzten Freitag.

Ich konnte es nicht glauben, aber ich verstehe nun endlich was in Vivian vorgeht als sie von Edward in die Oper ausgeführt wird. Mir ging es nämlich genau so.

Die Band Das Orchester fängt an zu spielen - es ist noch kein Tänzer zu sehen, der Vorhang unten, und ich hab Ganzkörper-Gänsehaut. Puh.


Und so ging es weiter.

Den Film meiner Jugend...


Ein von Claudia Renner (@claudia.renner) gepostetes Foto am


... hatte ich mir am Vorabend noch angeschaut. Um bei der Geschichte auch mitzukommen. Aber das wäre gar nicht nötig gewesen.

Diese Tänzer sind nicht "nur" Tänzer, nein. Das sind Schauspieler. Wunderwesen. Sie verzauberten mich und nahmen mich direkt mit in ihre Welt. Dazu Musik wie ich sie noch nie hören durfte. Kostüme wie ich sie noch nie gesehen habe. Requisiten bis ins kleinste Detail geplant. Melodien, die ich noch immer vor mir her pfeife. Berührend, verzaubernd. Voller Leidenschaft für das Stück, den Tanz, die Musik, das Leben, die Liebe, das Leiden, den Tod. Ich hab schon wieder Gänsehaut, wenn ich nur daran zurück denke. 

 

Und dann dieses Gebäude. "Der Yogi betrachtet die Welt staunend." Ja. Denn "staunend" beschreibt am besten wie ich durch das Innere geschwebt bin. Und ich bin so dankbar dafür, den Abend mit meiner frisch an der Schulter operierten Oma und Mama erlebt haben zu dürfen.


Hier ein Video - aus Berlin, nicht München. Zeigt aber ziemlich gut, wie wunderbar dieses Ballettstück ist.



Sonnengrüße,
Claudi

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen