Sonntag, 2. April 2017

Vorstellstunde 2/8 - die erste von zwei externen Vorstellstunden

Namaste ihr Lieben,

gestern war meine erste von zwei externen Vorstellstunden. Oh es war so magisch. Und ich hab irre irre irre viel lernen dürfen. Über mich, andere Traditionen und den heißgeliebten Yoga.

 
śalabhāsana, Weißdorn von Miri für das Herzöffnen und
"unser" Krishnamacharya.

Was eine Vorstellstunde überhaupt ist habe ich bereits erklärt. :-)

Nun also extern. Ja, das is wohl unüblich im zweiten Ausbildungsjahr (von vier) schon die Prüfung einer externe VSS auf sich zu nehmen. 

Doch ich bin ja eher eine die alles gleich anpackt und einfach erledigt haben will. Davon abgesehen bin ich neugierig. Ich hab ja schon einige FreundInnen unterrichtet - aber noch nie Fremde. Bisher habe ich in meiner Yogaschule oder in meinem Yogazimmer unterrichtet - aber noch nie "auswärts". Bisher habe ich immer nur liebevollste Rückmeldungen bekommen - aber noch nie Kritik. 


Es war mir wichtig jetzt, nach 1 1/2 Jahren zu erfahren, wie ich nach außen wirke. Auf Menschen, die mich nicht kennen.



Das als Hintergrund oder zum besseren Verständnis warum ich die erste in meiner Yogafamily bin, die sich der Aufgabe gestellt hat. 

Wir waren fünf Teilnehmerinnen gestern und ich das Küken. Die jüngste und die, die am kürzesten in der BDY-Ausbildung ist. Für alle anderen war es die 6.-8. Vorstellstunde - und meine zweite ;-)

Die Woche davor war ich in "Null Bock" Stimmung. Erst am Freitag hat sich das gewandelt. Warum könnt ihr hier lesen. Aber das is auch ganz gut - so war NULL Platz für Nervosität. Die hat sich erst am Samstagvormittag in Form von Bauchgrummeln gezeigt - ist aber schnell verflogen als ich angekommen und (wie sollte es anders sein?) auf liebe Yoginis getroffen bin.

Überraschung! Die Moderatorin Barbara Franz (sehr empfehlenswert übrigens!) hat noch vier Schülerinnen aus ihrer Yogalehrer-Ausbildung mitgenommen.
 

Es war also gleich mal schnelles Umdenken angesagt. "Ok - dann unterrichte ich halt nicht fünf sonder neun Yoginis. (Hilfe!)" (Ich mag ja kleine Gruppen und hab mir fest vorgenommen später in Kursen nicht mehr als sechs TeilnehmerInnen anzunehmen.) (To be continued...) ;-)


 
So sehr hab ich mir gewünscht mit meiner Rückbeuge vor der Mittagspause dran zu sein und hatte Glück. Ich war die dritte von fünf. Wegen zeitlicher Verzögerung (wir haben und verratscht) habe ich vorgeschlagen, dass wir vor der Pause meine Praxis üben und danach dann erst besprechen. 
 
Das sollte wohl alles so sein - wie so oft. 
 

Denn die größte Lernerfahrung von gestern lautet:
Warte ab. Und versuche dir keine Gedanken zu machen über Dinge, die du noch nicht hinterfragt hast. 


 
Ich hatte (wie immer) das Blatt mit den Strichmännchen (so zeichnen wir die Abfolge der āsana auf) in der Hand zum Ansagen. Das kurze Feedback das ich vor der Pause bekommen habe war: Du musst freier reden und mehr du sein. Das geht gar nicht mit dem Ablesen, das klingt total maschinell.

Die Pause über war ich mit meinen mitgebrachten Süßkartoffeln und der Frage beschäftigt: Hä? Was meinen sie denn mit ablesen?!?!?


Als es nach der Pause erneut darum ging habe ich nachgefragt. Sprecht ihr jetzt vom Referat? (Ja, das hält man frei, ja, das hätte ich machen können. Aber in Anbetracht der wilden Zeiten derzeit wollte ich mir den Stress schlichtweg nicht machen.) Oder meint ihr die Praxis an sich?

Ne - die Praxis!

Ich so: Ja aber - da sind doch nur Strichmännchen auf meinem Zettel?!?!
 
Sie dachten ALLE neun ich hätte jede ANSAGE abgelesen. Als ich ihnen dann erklärt habe, dass auf dem Zettel gar nix dazu steht und das einfach meine Art sei sind die Rückmeldungen umgeschwappt in "Was? Ja dann ist das DEINE Stimme und deine Art zu unterrichten? Das war FREI?!?"
 

Und so durfte ich dann erfahren, dass ich eine wunderschöne und beruhigende Stimme habe. Sehr gelassen und entspannt spreche. Außerdem sei meine Praxis sehr gut aufgebaut gewesen. Nur der Tim am Ende sei etwas untergegangen.


 
Die Moderatorin hat dann noch erwähnt, dass ich erst seit 1 1/2 Jahren in der Ausbildung bin, dass das meine 2. VSS überhaupt und somit die 1. externe war. 
 
Ich selbst wollte mir keinen Welpenschutz geben, hab ja oben bereits erklärt warum. 
 

Am Ende des Tages mich die anderen vier Teilnehmerinnen umarmt und mir gesagt, dass ich auf einen ganz tollen Weg bin und es wirklich so schön war. Hach. So bin ich dann mal wieder heimgeflogen. 


 

Ich sollte mir wirklich mal merken, dass der Yoga mir nicht "nur" als Schülerin sondern auch als Lehrerin so viel gibt. Dass er mich strahlen lässt, mein Herz augehen lässt und das Allerbeste aus mir raus holt. Endlich sollte ich mich dem hingeben, zu mir stehen und zu meiner Lehrerpersönlichkeit. 


 
Dazu hat mir die liebe Barbara dann noch im Stillen einen ganz tollen Tipp gegeben. Ja, die meine Musik bekommt ab jetzt noch mehr Raum!

Ach was bin ich damkbar! Es war ein sehr schönes Erlebnis und ich bin froh meiner inneren Idee die erste externe VSS gleich zu machen gefolgt zu sein. Nun kann ich in die zweite interene VSS (Ende Mai) mit riesigem Rückenwind gehen und freu mich schon sehr.
 
Sonnengrüße,
Claudi

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