Sonntag, 9. August 2020

Morgens, halb fünf, in München-Laim

Namaste du Liebe*r,

letzte Woche hab ich es mehrfach zu spüren bekommen:
WIE postiv die Morgen-Rituale wirken können. Und WIE sehr sie fehlen, wenn sie halt mal nicht stattfinden können.

Mehr dazu findest du in den Folgen 002 und 073 meines Podcasts Friede Freude Süßkartoffel.

Mir ist es gerade wieder eingefallen, weil es schon recht spät ist und ich noch glücklICH am Balkon sitze. Sommernacht. Hach. Will nämlich unbedingt noch einen Film fertig schauen. 

Und hab aus ihm raus jetzt auch nen Ohrwurm, den ich hiermit gerne weiterreiche. 

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und BLEIB GESUND!

Deine Claudi

 

 



Sonntag, 2. August 2020

Juli Impressionen

Namaste du Liebe*r,

heute gibt es dir Impressionen ausnahmsweise teilweise mit Erklärungen. Nicht erneut dabei sind die Fotos vom Schachen und Bodensee. Hach. Des war so was von gscheid schee da!


Meine ersten Wanderschuhe <3 Freilich vegan!
Meine ersten Wanderschuhe <3 Freilich vegan!

Es folgen einige Himmel-Bilder - der war wirklich ein Wunder im Juli und...



... noch mehr Finn-Bilder.

Denn vom 03.-24. Juli bin ich unfreiwillig zur 24/7 Hundepflegerin geworden. Das bin ich ja eh immer, seit dem 16.09.2011.

Aber so intensiv, über einen so langen Zeitraum, war es noch nie! Ein Kreuzbandriss rechts, wenn man eh schon eine beeinträchtigte linke Vorderpfote hat, ist aber auch echt gemein!!!

Immerhin hatte ich zwei Tage komplett für mich und mein Wohlbefinden in der Zeit. Dafür bin ich sehr dankbar.




Das ist seit dem 03.07. unser Spazierweg. Fertig. Rien ne va plus.


Liebe Liebe Liebe - noch mehr als sonst!

Igel-Kino

Ne Viertelstunde lang. War sehr spannend. Sagt Finn.

Irgendwann bin ich dazu übergegangen, mich einfach mit ihm hinzusetzen.





Zu Pandemie-Zeiten ist es sehr schwer eine Klinik/ einen Tierarzt zu finden, der die menschlichen Mitbewohner*innen mit rein lässt. Wir hatten Glück. Nach 20 Telefonaten.


Heimtransport nach der OP

2 Tage Verband

Als der runter war nachts Trichter, tagsüber Dauerbewachung



Der kulinarische Höheunt im Juli: Einladung bei Bruderherz:





Die Cousine zu Besuch:



Fäden gezogen, Kein Trichter mehr - da lacht er wieder, der Finnibär.

Irre gute Wundheilung!

Am Scheißtag (letzten Sonntag) dann noch ein Wunder: Doppelter Regenbogen. Ich liebe es sooo sehr!!!



Am darauffolgenden Tag dann zum ersten Mal wieder bei Dunkelheit aufstehen müssen: An Teilzeitjob-Tagen klingelt der Wecker um 04:30 Uhr!



Sommmer in der Stadt <3


Aus dem Beeren-Café <3


Am 31.07. ein besonderer Abend für zwei liebe Menschen. Da verbringe ich gerne 1 1/2 Stunden mit Blödschauen am Glockenbach.


Was für ein Monat!
Möge der August ruhiger werden. Funktioniert bisher recht gut :-)

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und BLEIB GESUND!
Deine Claudi

Donnerstag, 30. Juli 2020

Wenn eine Schildkröte mich aus einem Loch rausholt...

Namaste du Liebe*r,

manchmal tut man Dinge im richtigen Moment. So habe ich mich am Sonntagnacht, gegen 22 Uhr, nach einer halben Stunde des Einschlafversuchens, wieder aus dem Bett geschält. Bin in meine Bibliothek gewatschelt und hab "Das Café am Rande der Welt" aus dem Regal genommen.

Ein Kapitel lese ich nun täglich morgens und abends. Das Buch ist ja viel zu kurz und daher bin ich vermutlich spätestens morgen leider schon wieder fertig.

Eine Geschichte hat mich aus meinem Loch (siehe hier) rausgeholt: Die der grünen Meeresschildkröte. Die so viel schneller ist als die Schnorchlerin. Weil sie MIT der Strömung schwimmt statt gegen sie. Weil sie sich treiben lässt wann immer es möglich ist. Sich lediglich dann anstrengend, wenn es notwendig ist. Auf diese Weise ihre Kraft spart. Und sich dem Wasser/ dem Leben so hingibt wie es kommt.

Dann hat es Klick gemacht. Auf eine verrückte Art und Weise. Der Montag war noch holprig. Der Dienstag viel besser. Und gestern? Oh gestern!

Da hatte ich einen Traumtag. Hab mir einfach den verkackten Urlaub zurück geholt.

Ausschlafen
Yoga (volles Programm)
Duschen
Spazieren stehen
Liebe
München
Liebe
Spazieren gehen
Liebe
Kettenkarussell
Liebe
Zuckerwatte
Liebe
Sonne
Liebe
Blauer Himmel
Liebe
Lieblingsbiergarten
Liebe
Brezen
Liebe
Selbstgemachte Kräuterbutter
Liebe

Hach. Toll. Punkt.

Und heute ist auch fein.

Bruderherz im Beeren Café besucht, im Lieblingsbiomarkt eingekauft. Später mit Mama im Lieblingsklamottenladen Seife kaufen. Hach. Toll. Punkt.

Was so eine Schildkröte doch alles bewirken kann. Und Schlaf! Auch. Halt so. :-)

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und BLEIB GESUND!
Deine Claudi

Sonntag, 26. Juli 2020

Scheißtag. Punkt.

Namaste du Liebe*r,

ich mag es gar nicht morgens aufzuwachen und mir "Scheißtag" zu denken.
Das war heute zugegebenermaßen genau so.

Was hilft? Die persönliche Werkzeugkiste auspacken. Bestehend aus:

* Bewusst atmen
* āsana üben
* Meditation üben
* Spazierenstehen mit Finn (10 Minuten im Hinterhof - aus aktuellem Anlass)
* Duschen
* Frühstücken
* Mit Freundinnen in Kontakt treten
* E-Mails beantworten
* Lesen
* YouTube Videos schauen

Hat alles nichts geholfen. Zwischenzeitlich wurde der Himmel blau statt grau. Die Wolken sind der Sonne gewichen. Es wurde wärmer. Also: Raus! Weiter geht es mit der Werkzeugkiste:

* Wanderschuhe anziehen um das Schachen-Gefühl zurück zu holen
* Bewegung (richtiges Spazierengehen)
* Menschen beobachten
* Gänse und Enten schauen
* Sich an mindestens 15 verschiedenen Grüntönen erfreuen
* Spaßige Kinder im frühren Abenteuerland (das gab's schon in den 80ern!) wahrnehmen
* Schnelleres gehen
* Sich selbst zum Lächeln zwingen

Nach ca. 30 Minuten stellte ich resigniert fest, dass auch all das heute offensichtlich nicht wirkt. Nun wende ich also das letzte Werkzeug an:
* Den Frust von der Seele schreiben

Auf der Heimfahrt hat sich das linke Auge mit Quellwasser gefüllt.
An den Weg kann ich mich nicht erinnern. Ich weiß nur noch, dass ich vor dem knapp einstündigen Spaziergang überlegt hatte, noch eine Runde im anderen Kraftort anzuschließen. Mich aber offensichtlich dagegen entschieden habe, da ich am Bahnhof wie ferngesteuert links abgebogen statt geradeaus gefahren bin.

Zuvor hatte ich noch überlegt gehabt, zur Tankstelle zu fahren. Waffeln und Eis kaufen. Bin nun aber froh, es nicht getan zu haben. Denn beides würde zwar meine miesen Gefühle kurzfristig wegmachen. Mir dauerthaft aber nicht weiterhelfen.

Miese Gefühle? Was ist eigentlich überhaupt los?

Heute ist der letzte meiner 19 Urlaubstage. Ich habe sie mir meiner Meinung nach mehr als verdient. Seit Ende März ist der Teilzeitjob mehr als beschissen. Mehr oder weniger arbeite ich seit April allein den Job von zuvor drei. Keine Dankbarkeit, keine Wertschätzung. Seit April freute ich mich auf den Urlaub vor. Ich wollte Freundinnen treffen, Yoga üben, viel lesen, Meditation ausbauen, raus in die Natur, gehen, radln. Zeit dafür haben mich endlich zu erholen. Es sollte der erste richtige Urlaub seit neun Jahren werden. Denn gefühlt bin ich seit 2011 mit dem ersten Blogeintrag von "Claudi goes vegan" im dauerhaften Zugzwang gewesen. Ich wollte mir in meinen 19 Tagen klar darüber werden, wie es bzgl. des Teilzeitjobs weiter gehen soll. Kraft tanken für den folgenden Monat in dem ich schon wieder allein bin. Einen Fahrplan wollte ich mir erstellen, für das nächste halbe Jahr. Die Liebe endlich so feiern, wie sie es verdient hat. Als gut erholte Claudi zurück an den eiskalten und knallharten Arbeitsplatz kehren. Fest vorgenommen hatte ich mir, die miese Laune der Wochen vor meinen "Urlaub" nicht mehr an den Kolleg*innen auszulassen - die eigentlich nichts für all das können. Ich wollte mein Strahlen wieder erhalten, ich wollte wieder glücklich sein, auch in den nervigen 24 Stunden der Woche. Keine*r kann was dafür, dass ich mich seit 2008 so sehr verändert habe, dass es einfach nicht mehr passt. So gar nicht mehr passt. Noch weniger, da die mir wichtigen Aufgaben und Menschen (eine Person konkret. Viele andere wegen ihrer nun nicht mehr mit meiner übereinstimmenden Meinung sinnbildlich. Nicht mal eine Hand voll wirklich Vertrauter ist noch da.) weggenommen wurden.
ICH KANN NICHT MEHR!!!

Was ist dann passiert?
Ich wurde zur Fulltime-Hunde-Pflegerin. Finnibär hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Der kam schleichend, Altersschwäche. Wir waren in den letzten drei Wochen viermal in der Tierklinik. Ich habe über vier Stunden mit Tierarztpraxen, Kliniken, Freunden telefoniert. Es ist gar nicht so einfach in der Covid-19-Zeit eine Praxis zu finden, die den Mitbewohner des Tiers mit in den Behandlungsraum lässt. Es sollte also verglichen und abgewägt und möglichst schnell eine Lösung gefunden werden. Die gute Nachricht: Mit dem heutigen Tag kann ich vermelden, dass es Finn wieder "gut" geht. Die Narbe ist tipptopp verheilt, die Kruste abgefallen, er braucht keinen Trichter mehr. Und ich wünsche mir SEHR, dass die heutige Nacht die erste seit drei Wochen wird, in der ich wieder gut schlafen kann. Ausnahme waren zwei Nächte letzte Woche. Von DO auf FR und FR auf SA.
ICH KANN NICHT MEHR!!!

Doch das ist noch nicht alles.
Ich hatte Sorgen um Oma, Sorgen um Mama und Sorgen weil sich Mama um Oma Sorgen macht.
ICH KANN NICHT MEHR!!!

Eigentlich sind alle gesund. Eigentlich geht es mir gut. Eigentlich kann ich dankbar sein einen Job zu haben. Eigentlich steht es mir frei zu gehen. Eigentlich sollte ich mich freuen, die letzten drei Wochen den Hundeopa, in der für ihn schwierigen Zeit, so gut begleitet haben zu können. Eigentlich sollte ich dankbar sein Freundinnen zu haben, die für als das Verständnis aufbringen. Eigentlich sollte ich Corona dankbar sein, dass es mir so klar zeigt, was schief läuft bei mir. Eigentlich sollte ich mich einfach nur an der neu entdeckten Liebe erfreuen, nicht "nur" zu den Bergen. Eigentlich sollte ich doch himmelhochjauchzend durch die gegend hüpfen wie ein Flummi. Eigentlich ist alles in Ordnung. Eigentlich ist ein doofes Wort.

So beschließe ich heute, hier und jetzt. Voller Selbstmitgefühl. Mit einer Umarmung für meine kleine Seele, der heute einfach nur nach weinen und traurigsein ist.

"So ist es jetzt!"

Scheißtag. Punkt.

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und bleib gesund,
deine Claudi

Mittwoch, 22. Juli 2020

Das zweite erste Mal

Namaste du Liebe*r,

wenn von 19 mehr als wohlverdienten Urlaubstagen nur zwei so sind, dass sie der eigenen Definition von Erholung entsprechen, ist das schlichtweg scheiße.

Umso mehr versuche ich von der Wanderung zum Schachenschloss (ich bin noch immer sehr stolz und glücklich!) und vom Ausflug an den Bodensee zu zehren. Obwohl der nur zwei Stunden Fahrzeit von meiner Wohnung entfernt liegt, war ich noch nicht da. Irre.

Dafür habe ich letzte Woche das volle Programm erleben dürfen. Zumindest was den Teil des Sees betrifft der in Deutschland und Schweden liegt :-)

- Fährfahrt von Meersburg nach Konstanz
- Tagsüber auf der Insel Mainau
- Rückfahrt von Konstanz nach Meersburg
- Den späten Nachmittag und frühen Abend dort in der Unter- und Oberstadt verbringen
- Abends die Insel Lindau erkunden
- Dort im Hafen Abendessen

Es war ein wunderschöner und unvergesslicher Tag. Ich hab gleich wieder ein breites Lächeln im Gesicht, wenn ich die Fotos anschaue:

























Hach.

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und bleib gesund,
deine Claudi