Donnerstag, 21. Juni 2018

Gedanken zur Sommersonnenwende

Namaste ihr Lieben,

heute ist ein emotionaler Tag.

Ich lache, weine, freue mich. Bin voller Dankbarkeit und Liebe. Habe Zweifel, Ängste. Mache mir Gedanken über meine Vergangenheit und meine Zukunft.

Was ist mir schon alles passiert? Vor allem seit Beginn der Ausbildung zur Yogalehrerin BDY/ EYU... Was habe ich schon erlebt, aktiv entschieden oder lernen müssen hinzunehmen?



Der Unterschied zwischen mitzufühlen und mitzuleiden wird mir wiederholt bewusst.

Ich bin mir sehr nahe, habe gelernt allein zu sein - da ich nicht einsam bin.

Meinen Körper mag ich wieder mehr, meine Gedanken weiß ich zu schätzen.

Grenzen zu setzen lerne ich. Nein sagen. Abnabeln.

Warum ist mich anzupassen (bisher?) leichter (gewesen?) als zu mir und meinen Emotionen zu stehen?

Weswegen ist der scheinbare einfachere Weg ... nicht unbedingt nachhaltig und wohltuend?

Wen liebe ich? Wer ist mir wirklich wichtig? Ist es diesen Menschen bewusst?

Was will ich später machen, sollte es aber JETZT tun? (Siehe "Meine Sicht der Welt".)

Ich bin Yogalehrerin, vegane Ernährungsberaterin und Autorin.

Ich bin dankbar, voller Liebe, emotional, sensibel, leidenschaftlich, zuverlässig, neugierig.

Ich bin Claudi.


Es hapert immer wieder (?) noch (!) an Vertrauen und Geduld.

Heute ist der längste Tag des Jahres 2018 ... und ich genieße die Sonne, die Wärme, die Kraft. Und lasse meine Gedanken und Gefühle sein.



Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
eure Claudi

Dienstag, 19. Juni 2018

Let's talk about... Kakao! Mit Kirstin Knufmann

Namaste ihr Lieben,

als es meinen Veganblog noch gab, hatte ich die Idee einen Blogeintrag über meinen heißgeliebten Kakao zu veröffentlichen. Doch es haben sich einige Fragen aufgetan, die ich selbst nicht beantworten konnte.

Was tun? Eine Fachfrau an die Seite holen!


Ich bestelle schon lange bei der von mir sehr geschätzten KirstinKnufmann bzw. bei PureRaw. Kirstin und ich kennen uns schriftlich seit 2011, auf der YogaWorld (damals noch Yoga-Expo) haben wir uns2012 dann endlich getroffen und seit dem immer wieder gesehen.

Mir ist aufgefallen, dass auf ihren Produkten kein Fairtrade-Siegel vorhanden ist – und wurde stutzig.


Kann ich weiterhin mit gutem Gewissen bestellen? Und was hat Kakao eigentlich für eine „energetische“ Wirkung? Die Cacao-Zeremonien in München werden immer mehr… Und sind vor allem in der Yoga-Szene sehr beliebt, wie mir scheint. Fragen über Fragen haben sich aufgetan.

Also habe ich Kirstin gebeten, ob sie so lieb wäre, mir ein paar Fragen zu beantworten. Mittlerweile gibt es „Claudi goes vegan“ jedoch nicht mehr, weswegen ich mich nun entschlossen habe, ihre Antworten hier mit euch zu teilen.

Eins ist mir noch wichtig vorab zu erwähnen:

Das ist keine Sponsoring Geschichte. Ich liebe die Produkte seit 2011 und unterstütze gerne Familienunternehmen. Für mich ist ein Einkauf bei PureRaw also wie ein Gang in den Biomarkt. Wenn ich von dort Produkte auf dem Veganblog geteilt habe, mache ich das auch einfach so, weil ich sie gut finde, nicht weil ich sie kostenlos erhalten habe.

Nun wünsche ich euch ganz viel Freude beim Lesen, Lernen und Staunen.

Sonnengrüße von Herzen,
eure Claudi



Copyright: Kirstin Knufmann


- Euer Kakao ist nicht per Fairtrade-Siegel zertifiziert. Magst du mir erklären warum?

Wir kümmern uns darum, dass vor Ort faire Bedingungen vorherrschen. Dieses Konzept gilt für all unsere Produkte. Es ist für uns nicht wichtig ein Fairtrade-Siegel zu haben, welches alle Beteiligten finanziell betrifft. Uns ist es vielmehr wichtig, dass die finanziellen Mittel vor Ort besser eingesetzt sind, auch ohne Fairtrade-Zertifikat, so dass die Bauern und Kooperativen mehr davon haben.
Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, uns mit den jeweiligen Projekten auseinanderzusetzen und zu schauen, dass die komplette Kette unserer Produkte fair ist. 
 

- Dann drehen wir den Spieß mal um: Ist es in deinen Augen im Endeffekt sogar besser Kooperationen, wie beispielsweise die von der PureRaw den Kakao bezieht, zu unterstützen?

Pauschal kann man das nicht auf alle Anbieter übertragen. Jedoch kümmern wir von PureRaw – Knufmann GmbH uns darum, dass wir nun von Bauern und Kooperativen unsere Ware beziehen, die dafür sorgen, dass es auch hinter den Kulissen fair ist. So haben die Bauern vor Ort am Ende des Tages einen Mehrwert davon. Alle Zertifizierungen kosten Geld und bringen einen großen Verwaltungsaufwand mit sich. Diesen können kleine Bauern oder Gemeinschaften oft nicht stemmen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass Fairtrade sicherlich ein Weg ist, um sich einigermaßen sicher zu sein, dass vor Ort bessere Bedingungen begünstigt werden. Jedoch gibt es auch den Weg, welchen wir wählen, nämlich auf den Einzelfall zu schauen und so vor Ort auch Einiges zu erreichen und nachhaltig die Situation zu verbessern.


- Was ist überhaupt der Unterschied zwischen rohem Kakao und stark oder schwach entöltem Kakao?

Die Kakaobohne selbst weist einen Fettgehalt von regulär 40-54% auf. Die Verarbeitung der Kakaomasse hat Einfluss darauf wie viel Fettgehalt im Kakaopulver verbleibt.
Schwach entöltes Kakaopulver weist einen Fettanteil von ca. 20% auf. Stark entöltes Kakaopulver hat einen Fettanteil zwischen 10-12%.
Je höher der Fettanteil, desto schlechter löst sich das Pulver in Flüssigkeiten auf.


- Gehen die Nährstoffe von rohem Kakao verloren, wenn ich ihn in heißem Wasser einrühre?

Kakao enthält viele Nähr-, Vitalstoffe und Antioxidantien. Es kommt darauf an über welche Nährstoffe wir sprechen. Mineralien werden von Hitzeentwicklung unbeeindruckt bleiben.
Grundsätzlich gilt je schonender ein Produkt behandelt wird, desto mehr Nährstoffe bleiben erhalten.

 
- Die "ShantiClaudi" in mir hat noch eine ganz andere Frage: Welche positiven energetischen Wirkungen hat Kakao?

Kakao gibt viel Energie, hebt sie Stimmung und macht wach und fit.
Kakaoflavanole helfen, die Endothel (Gefäßlumen)-abhängige Vasodilatation (Gefäßerweiterung) aufrechtzuerhalten, die zum normalen Blutfluss beiträgt. D.h. die im Kakao enthaltenen Flavanole können einen positiven Einfluss auf die Elastizität der Blutgefäße haben und sich damit auch auf den Blutdruck auswirken.
Theobromin und Theophyllin, welche ebenfalls im Kakao enthalten sind können sich stimulierend auf den Kreislauf und das zentrale Nervensystem auswirken.
Diese Aussagen befinden sich jedoch zurzeit noch in Klärung, wobei es aktuelle Studien gibt, die dies belegen.
Jedoch sollte beim Genuss und beim Kauf von Kakao darauf geachtet werden, dass dieser eine gute Qualität aufweist. Vor allem der Cadmium- und Aluminiumgehalt sollten beim Anbieter erfragt werden, da diese Werte in der Vergangenheit leider immer wieder erhöht in einigen Produkten, welche am Markt erhältlich sind in erhöhter Konzentration nachweisbar waren.
Was für Einige auch neu sein dürfte ist, dass es unterschiedliche Kakaosorten gibt, so wie es z.B. Apfelsorten gibt. Jede schmeckt anders. Auch die Verarbeitung der Kakaobohne hat eine enorme Auswirkung auf den Geschmack.
Wir von PureRaw haben hochwertigten Criollo-Kakao, der besonders schonend verarbeitet ist und so eine reiche und köstliche Geschmacksvielfalt mit sich bringt.


- Verrätst du uns dein Lieblings-Kakao-Produkt und vielleicht noch ein Rezept dazu?

Kakao geht immer! Ob pur geknabbert (Kakaobohnen) oder als Kakaonibs ins Müsli oder in den Chiapudding gerührt.
Mit dem Kakaoliquor/paste lässt sich ein wunderbarer Roh-veganen Cheesecake zaubern, oder ein köstlich fluffiges Schokoladenmousse.
Auch Schokolade lässt sich aus Kakaobutter und Kakaoliqour ganz einfach selbst zubereiten.



Danke, liebe Kirstin, für deine Zeit und deine Bereitschaft dein Wissen und deine Erfahrung mit mir und meinen Leser*innen zu teilen.

Aus tiefstem Herzen wünsche ich dir und deiner Familie das Allerbeste und viel Erfolg weiterhin.

Sonnengrüße aus München und auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen,
Claudi

Sonntag, 17. Juni 2018

Das 26. Ausbildungswochenende - Umkehrhaltungen und Supervision

Namaste ihr Lieben,

oh das war ganz besonders schön. Wirklich. Wow!

Isolde Hestermann, die an jedem unserer Seminare als Seminarbegleitung teilnimmt, hat uns erneut durch ein Hatha-Yoga Wochenende geführt.

Nach Rückbeugen, Vorbeugen, Drehungen und Streckungen/ Dehnugen ... waren dieses Mal die Umkehrhaltungen dran.


In unserer Tradition werden vier Umkehrhaltungen geübt:

  • Halber Schulterstand (viparītakaraṇī)
  • Schulterstand (sarvāṅgāsana)
  • Kopfstand (śīrṣāsana)
  • Handstand (vṛkṣāsana)

Ach es war so toll. Da ja alle Umkehrhaltungen gut vorbereitet werden müssen (!) und auch einiges an Ausgleich erfolgen muss (!), haben wir lange Praxen geübt. Sie waren allesamt sehr intensiv aber mit vinyāsa krama ist das ja gar kein Problem.

Schaut ungefähr so aus. Nur bitte das Drehen des Nackens in bhujaṅgāsana weg lassen. Danke ;-)



Es werden die Atmung und der komplette Körper Stück für Stück, voller Leichtigkeit, Achtsamkeit, Gelassenheit und Geduld vorbereitet.

Ich hab mich so gut aufgehoben gefühlt und trotz aller Anstrengung zu keinem Moment überfordert. Es war wirklich toll, den Schulterstand mal so ganz ruhig anzugehen, voller Vertrauen. Und nicht in einer Gruppe von 40 Personen "irgendwie" reinzugehen - sondern ganz genau zu wissen, was dem Körper, Geist und Atem gerade abverlang wird.


Danke Isolde für diese wunderbaren Erkenntnisse!

Hier ein Foto aus der Mittagspause im Stammlokal:



Am Samstagabend bin ich dann über die geliebte Hackerbrücke (Notiz für mich: zu einem Gespräch mit Papa) heimgeradelt:





Am Abend wartete eine wunderschöne Überraschung in meinem Briefkasten:


(Anm. d. Red.: Seit ich beschlossen habe keine Bücher mehr zu kaufen, bekomme ich ständig welche ausgeliehen und find das fei gscheid schee.)

Sonntags folgte meine erste Supervision. Supervision? Der Lehrerin/ dem Lehrer werden Fragen gestellt. Und es folgen Antworten, gemeinsame Überlegungen, es ist einfach nur voll toll.


26 Ausbildungswochenenden? Ich glaub ich spinn. Im Herbst bekommen wir bereits unsere Prüfungsfragen.

Aber das Schöne: Ich bin damit ja absolut "unlonely". Jason Mraz ist und bleibt mein Held in Sache Musik und Herz und Hirn und Humor - und bringt irgendwie immer wieder das für mich passende Lied raus.

Never second guessing the friendship connection
Parallel living, never in possesion of your individual personal expression
Together we're just a much better reflection of love
We could be love
We could be homies
And once you get to know me
I could be your one and only
I could make you unlonely


Oh, we could take it slowly
And we could keep it lowkey
I could be your one and only
I could make you unlonely







Passt zu den Umkehrhaltungen und auch sonst.

Ihr seht also: Dankbarkeit pur bei mir. Hach.



Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

Dienstag, 12. Juni 2018

Interview mit Franziska Krusche von "theheartofbalance" zum Thema "Yoga und emotionaler Hunger"

Namaste ihr Lieben,

im Oktober 2017 habe ich an einem Tag das Seminar „Yoga und emotionaler Hunger“ von Franziska Krusche in der Yogaliebe besucht. Da es mich sehr beschäftigt und berührt hat, habe ich das bis heute nicht erwähnt. Ich hab das einfach mal für mich gemacht und nicht für den Blog. Und wollte schauen, welche Langzeitwirkung das Seminar hat.




Denn ich fühlte mich ertappt. Seit dem Jahr 2001 geht es bei mir entweder um „nichts essen“ oder um „ist mir alles egal“. Das ist die Hälfte meines Lebens!!! Und plötzlich steht da eine sympathische Frau und setzt mir den Spiegel so deutlich vor die Nase, dass ein Wegrennen nicht mehr möglich ist.

Und jetzt wird es richtig persönlich (wie auch später im Interview):
Die letzten Monate waren für mich eine Irrfahrt durch die eigene Gefühls- und Gedankenwelt. Nicht nur auf das Thema Essen bezogen, sondern auch auf den Yoga und meine Emotionen. Immer wieder habe ich die Unterlagen von Franzis Seminar rausgesucht, immer wieder kam das schlechte Gewissen hoch, wenn ich mal wieder über den Hunger gegessen habe. Doch erstmals habe ich liebevoll nachgegeben! Wohl wissentlich, dass ich eine emotionale Esserin bin, zunehmen werde und die hormonelle Behandlung (siehe die Folge 033 in meinem Podcast) zusätzlich ihren Teil an meinen Gelüsten beiträgt.

Mittlerweile bin ich wieder dabei abzunehmen, aber ganz anders als beim letzten Mal. Mit dem Wohlfühlen im Vordergrund wiege ich mich spirituell. Hä? Mehr dazu später...

Das jedenfalls als kleine Vorgeschichte zu mir, damit ihr wisst warum ich mich so verbunden zu Franziska Krusche fühle und ihr sehr dankbar für ihre Arbeit bin.

Warum das nun hier?
Mir sind in den letzten Monaten so viele Fragen in den Kopf geschossen, die mich nicht mehr losgelassen haben. Weil ich mir sicher bin, dass ich nicht die Einzige bin, die lernen will, besser mit dem Thema emotionales Essen umzugehen, habe ich Franzi gefragt, ob sie meine Fragen nicht einfach öffentlich für meinen Yogablog beantworten will.

Ich freue mich sehr über ihre Zusage und darüber, die hochinteressanten Antworten von Franziska Krusche hier mit euch teilen zu dürfen.

Um ein „Erzähl uns doch mal was von dir“ wegzunehmen: Franzis Geschichte findet ihr hier.

Weitere Links zu Franziska Krusche und „theheartofbalance“:

Wir freuen uns beide über eure Kommentare unter diesem Blogeintrag.
Und falls ihr Fragen an eine von uns beiden habt: Her damit!

Jetzt aber viel Freude beim Lesen, Hinterfragen und vielleicht auch Loslegen.

Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
eure Claudi


Copyright: theheartofbalance

Liebe Franzi,

beginnen wir mit einem knackigen Einstieg.

Hast du drei Tipps um Essen von Emotionen zu trennen?

Wohl die Frage aller Fragen! Tipp Nr. 1: Gewöhne dir an, bei allen möglichen Essgelüsten zu hinterfragen, warum du genau das jetzt essen möchtest? Ist es dein Körper, der nach dieser Mahlzeit, diesem Snack, etc. verlangt oder versuchst du vielmehr etwas Unangenehmes zu kompensieren? Oftmals reicht solch ein innerer Monolog bereits aus, um aufschlussreiche Antworten zu erhalten.

Tipp Nr. 2: Überlege dir ein Mantra, dass du vor jedem noch so kleinen „Bissen“ aufsagt, denn: Mit jedem Aufsagen legst du automatisch eine kleine Pause ein, in der du erkennen kannst, um welche Form des Hungers es sich hier handelt. Schaffst du es kaum, deine Zeilen zu Ende zu sprechen bzw. innerlich durchzugehen und greifst hastig zum Essen, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass es sich hierbei um einen starken emotionalen Essdrang handelt. Denn der physische Hunger erlaubt uns auch in all seiner Intensität meist 10-15 Sec. des Innehaltens bevor wir zum Essen greifen. Probier's aus. Mein Mantra findest du hier.

Tipp Nr. 3: Wiederhole diese beiden Schritte immer und immer wieder! Egal wie oft du das Gefühl hast, vom Weg abzukommen. „Shortcuts“ gibt es nicht. Aber die beständige Umsetzung der genannten Punkte zahlt sich aus!



Ich denke wirklich ständig an anstehende Restaurant-Besuche, (vor) kochen, die nächste Mahlzeit, … Hast du einen Tipp wie man dieses Gedankenkarussell unterbinden kann?

Nähre deinen Körper! Und zwar ausreichend. Sei ehrlich: Erlaubst du dir bei wahrem Hunger wirklich das zu essen, worauf du Lust hast, soviel du davon möchtest, bis du satt bist? Oder ernährst du dich an mancher Stelle (vielleicht sogar unbewusst) restriktiv? Sobald dein Körper ohne Regeln, Verbote, etc. ausreichend genährt wird, lässt das Interesse am „Essen“ von ganz alleine nach. Verbringe deine Zeit nicht dabei, dein Gedankenchaos zwanghaft in den Griff bekommen zu wollen, denn das geht meist nach hinten los. Verwende deine Energie vielmehr darauf, deine Beziehung zu deinem Körper nachhaltig zu stärken, sodass er dir blind vertrauen kann, dass du ihm stets das gibst, was er braucht. Stichwort: „Kann mein Körper mir vertrauen?“

Sei zudem nicht zu streng mit dir und erlaube dir auch mal, Essen zu bestellen oder auf ein Fertigprodukt zurückzugreifen, wenn es die Umstände nicht anders zulassen. Zu viel Stress rund um die Nahrungsbeschaffung führt oft zu Essanfällen.

Außerdem: Es ist nicht dienlich, Erwartung im Sinne von „Ich ernähre mich nach xy, um endlich abzunehmen“ an die eigene Ernährung zu stellen. Essen soll dich nähren, nichts weiter. Und sollten dir permanente Abnehmgedanken einen Strich durch die Rechnung machen, dann überleg dir, „was du jetzt essen würdest, wenn Abnehmen keine Rollen spielen würde?“ Wähle deine Speisen dementsprechend aus.



Wenn es um s.g. Essstörungen geht, denkt man an Bulimie, Magersucht, Binge Eating oder an starkes Übergewicht. Meinst du, es gibt eine Dunkelziffer? Gibt es viele Menschen, die Störungen haben aber nicht unbedingt einkategorisiert werden können?

Absolut! Ich glaube sogar, dass die Dunkelziffer überwältigend groß ist. Ich muss vorweg sagen, dass ich absolut kein Freund von Schubladen bin und nicht jeder Mensch, der eine schwierige Beziehung zum Essen pflegt, passt in die Kategorien der sogenannten Kataloge. (Psychologen und Ärzte haben Kataloge, in denen die Kriterien für eine Essstörung vorgegeben sind. Sind diese nicht erfüllt, gilt man trotz Problemen mit dem Essen per se nicht als essgestört). In meinen Augen fängt die Essproblematik jedoch an, sobald das eigene Essverhalten psychischen Leidensdruck auslöst, ungeachtet der Tatsache, ob man nun typische Verhaltensweisen aufweist oder nicht.



Passen Yoga und Diäten überhaupt zusammen?

JAIN. Wenn man in der Yogageschichte weit zurück geht, dann entspricht es schon den Tatsachen, dass die körperliche Kasteiung Teil der Praxis ist. Gerade bezogen aufs Essen soll man nur das zu sich nehmen, was der Körper auch wirklich braucht. Jedoch ist diese Auslegung der alten Schriften Jahrtausende alt und keineswegs zu vergleichen mit dem heutigen Begriff der Diäten. Diäten sind keine wohlwollenden Konzepte die uns der Erleuchtung näher bringen sollen, sondern schlichtweg Mittel zum Zweck, um den Diätkonzernen das Geld in die Kassen zu spülen. Das hat mit Yoga nichts zu tun.

Gleichzeitig wird Yoga gerne als die neue, sanfte Methode zum Abnehmen angepriesen. Auch hiervon bin ich kein Fan, denn die Intentionen sind die falschen. Eine Gewichtsabnahme kann als Begleiterscheinung einer regelmäßigen Yogapraxis durchaus auftreten, muss sie aber nicht. Und ich persönlich würde dies auch nie in den Vordergrund stellen. Gerade wer eine Essstörungsvergangenheit aufzuweisen hat, sollte die Matte nutzen, um bei sich anzukommen und den Körper liebevoller wahrzunehmen, anstatt sich auf der Matte wieder dem Thema der Gewichtsreduktion zuzuwenden. Rest ist Aufgabe des Universums ;) Übrigens habe ich selbst vom Yoga zunächst zugenommen. Die Hintergründe sind hier nachzulesen.



Irgendwie habe ich das Gefühl einen riesengroßen Rucksack, gefüllt mit Prägungen bzgl. des Essverhaltens, aus meiner Kindheit mitgenommen zu haben. Bilde ich mir das ein?

Ich wage zu behaupten, dass bei den meisten Menschen in der Kindheit gerade bezogen auf das Essverhalten Prägungen stattfinden. Bei mir war dies nicht anders. Ich bin als sogenanntes „Schlüsselkind“ (Bezeichnung für Kinder, die nach der Schule alleine nach Hause gehen) groß geworden und war seit der 2. Klasse nachmittags auf mich allein gestellt. Meine Mutter kam oft erst spät von der Arbeit und Essen war an diesen Tagen dann Ausdruck der Fürsorge. Rückblickend mache ich da auch niemandem Vorwürfe, denn ich glaube einfach: Meine Eltern wussten es damals nicht besser. Wenn Eltern wüssten, welche Auswirkungen der falsche Einsatz von Essen auf das gesamte Leben ihrer Kinder haben kann, dann würden sie es wahrscheinlich anders machen. Und da kein Mensch die Vergangenheit ändern kann, spielt sie auch in meinem therapeutischen Ansatz kaum eine Rolle, denn: Du bist nicht das, was dir passiert ist. Auch wenn sich einige Verknüpfungen im Gehirn dadurch ausgebildet haben: Du hast dein Leben im Hier und Jetzt voll und ganz in deinen Händen Dank dem Begriff der "Neuroplastizität“ wissen wir heute auch, dass das Gehirn sich ein Leben lang verändern kann und somit ist es jedem möglich, diese Baustellen anzugehen. Davon bin ich wirklich zutiefst überzeugt, immerhin konnte ich 12 Jahre Essstörung hinter mir lassen, wo manch ein Therapeut mir sagte, ich sei ein hoffnungsloser Fall!



Denkst du, dass diese Prägung bereits in der Schwangerschaft beginnt?

Mir sind aktuell keine wissenschaftlichen Studien bekannt, jedoch weiß ich, dass Voraussetzungen bzw. die Anlagen für eine „Essstörung“ vererbt werden können. Eher spirituell betrachtet könnte ich mir jedoch gut vorstellen, dass energetisch das Verhalten bzw. die Beziehung zum Essen einer Mutter sich während der Schwangerschaft auf das Ungeborene auswirken können.



Wie ist deine Erfahrung – allgemein und vielleicht auch aus deinen Seminaren. Wird zu wenig über das Essverhalten und entsprechende Muster gesprochen?

Ich glaube, dass wir uns im Zuge des digitalen Zeitalters in einem Umbruch befinden. Immer mehr Menschen gehen mit ihren eigenen Leidensgeschichten an die Öffentlichkeit und darüber bin ich sehr dankbar. Dennoch ist das eigene Essverhalten, gerade wenn es zu Leid führt, bei Weitem noch kein Thema über das überall offen gesprochen wird. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir da in den nächsten Jahren viele Veränderungen sehen werden.



Im Seminar hast du „Die 10 Bedürfnisse“ erwähnt. Möchtest du dir vielleicht eins als Beispiel auswählen und erklären, wie ich es anders als mit Essen befriedigen kann?

Ein tolles Beispiel ist das „Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit“. Ich glaube, dass die meisten Menschen damit kämpfen, in ihren alltäglichen Handlungen einen Sinn zu erkennen. Allen voran im eigenen Job. Gehäuft sehe ich, dass viele meiner Klienten bei oder auch nach der Arbeit Essanfälle haben, was nicht immer nur auf den „Stress“ zurück zu führen ist. Allzu gern frage ich hier nach, inwiefern die eigene Tätigkeit als sinnvoll angesehen wird. Nicht jeder Mensch mit Essanfällen bei/ nach der Arbeit sollte als Konsequenz seinen Job kündigen, um Frieden mit dem Thema zu schließen. Nein! Doch es ist absolut empfehlenswert sich immer mal wieder selbst zu fragen, ob das, womit man sein Leben füllt, wirklich erfüllend ist bzw. tatsächlich NÄHRT!



Meine Heilpraktikerin meinte mal „Der Körper folgt der Seele und dem Geist“. Weniger spirituell ausgedrückt: Wenn es mir gut geht, sieht man das an meinem Körper. Wenn es mir schlecht geht, ebenso. Wenn ich nun rückwärts denke, bedeutet das doch, dass ich erst meine Gedanken ändern sollte, bevor der Körper folgen kann. Oder ist das zu weit hergeholt?

Das trifft es ziemlich genau auf den Punkt. Der Körper ist nichts anderes als das Spiegelbild der Seele, bzw. des eigenen Innenlebens. Dies ist auch der Grund, warum Diäten nicht funktionieren: Ein durch Restriktionen erschlankter Körper fällt einem negativen Mindset schneller zum Opfer, als man glaubt! Es ist der Körper, der sich an die innere Haltung anpasst, nicht umgekehrt!



„Emotionaler Hunger“ ist ja der Hunger, welcher durch Gefühle entsteht. Ich hab mir im Oktober zwei Sätze von dir notiert. Sie begleiten mich seit dem und ich stolpere immer wieder über sie.
- „Es ist ein Prozess, seine Gefühle zu fühlen.“
- „Gefühle wahrnehmen ohne zu essen - und mit dem Essen Frieden schließen.“
Wenn ich jedoch sonst keine Kanüle habe (ich rauche nicht, nehme keine Drogen, trinke keinen Alkohol) – was kann ich tun, außer zu essen, wenn mich etwas nervt?

Nichts! Nicht im Sinne von „Da gibt’s nichts, was du tun kannst“. Es geht vielmehr darum bewusst „Nichts-zu-tun“. Gefühle wollen gefühlt werden. Sie wollen nicht weggeraucht, durch Drogen betäubt oder durch Alkohol verdrängt werden. Genauso wenig wollen sie durchs Essen verschlungen werden. Sie wollen einfach nur da sein und sich bemerkbar machen, denn jedes Gefühl trägt meist auch eine Nachricht in sich, die gehört werden will. Überlege dir also nicht krampfhaft, durch welche Alternative zum Essen du dich „ablenken“ kannst. Sitze deine Gefühle aus und übernimm Verantwortung für sie auch wenn dieser Prozess schmerzhaft sein kann. Deine Gefühle sind nicht hier, um dir dein Leben zu erschweren, sie sind dazu da, dir den Weg zu weisen.



Ich merke gerade zum ersten Mal seit 2001, dass wohlfühlen nichts mit essen zu tun hat. Das fühlt sich plötzlich alles wie ein jahrzehntelanger Kampf oder sogar Krieg gegen mich selbst an. Und ich will endlich die weiße Fahne schwenken und Frieden mit mir und meinen Emotionen schließen! Dennoch lässt mich der Gedanken daran, wieder abnehmen zu wollen, nicht los.
Bin ich damit allein?

Nein! Das Thema Abnehmen ist so eine Sache. Auch mich überkommen immer mal wieder Gedanken à la „Wenn es doch nur 2kg weniger wären“. Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, dass der verzweifelte Versuch abnehmen zu wollen stets zum Gegenteil führt. Wichtig ist: Solche Gedanken dürfen da sein. Ob du dich von ihnen leiten lässt ist eine andere Sache! Und das ist das Schöne am Mensch-Sein: Wir haben die Wahl! Gerade bezogen aufs Essen, ernähre ich mich so, als würde ich nicht abnehmen wollen, wenn solche Gedanken aufkommen. (siehe oben)



Es ist allgemein bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen der Periode und Wassereinlagerungen, sowie damit verbundenen Gewichtsschwankungen besteht. Ich merke aber auch, dass ich zyklusbedingt mal mehr und mal weniger Hunger - und auch Gelüste habe. Auch damit bin ich bestimmt nicht allein.
Sollten wir Frauen uns noch mehr und offener über all diese Themen unterhalten?

PMS – die gefürchteten Tage vor den Tagen. Ich finde es unglaublich wichtig, dass wir in der Öffentlichkeit mehr darüber sprechen, dass wir Frauen zyklische Wesen sind, die hormonell bedingt starken Schwankungen unterliegen. Schwankungen, die sich nicht nur beim Essen bemerkbar machen, sondern auch Partnerschaften oder sogar das Berufsleben beeinflussen können! Ich selbst habe ca. 3-7 Tage vor dem Einsetzen meiner Periode starke Gelüste auf deftige Speisen. Und es ist für mich vollkommen in Ordnung, diesen auch nachzugeben. Statt jedoch den ganzen Tag über alles „abzugrasen“, habe ich mir angewöhnt, 5 bewusste Mahlzeiten statt der gewöhnlichen 3 einzuplanen. So weiß ich stets, dass es „gleich wieder soweit ist“ und ich etwas zu essen bekomme. Zudem folgt der Heißhungerphase spätestens mit dem Einsetzen meiner Periode eine große Appetitlosigkeit, die die ein oder anderen Kalorie zu viel wieder ausgleicht.



Die Angst vor der Waage habe ich kürzlich zum zweiten Mal erfahren müssen. Im Winter habe ich mich ja gar nicht mehr gewogen und unkontrolliert einige Kilos zugenommen.
Was ist deine Art hiermit umzugehen?

Der Klassiker: Nicht wiegen und aus Angst vor der Waage an Gewicht zunehmen. Davon kann ich ein Lied singen. Mich trieb das Thema „Wiegen“ in den Wahnsinn, bis ich anfing, das Wiegen als Teil meiner spirituellen Praxis zu sehen. Heute wiege ich mich bewusst, nicht etwa, um meine Gewicht zu kontrollieren sondern um mich der Angst vor den Zahlen zu stellen. Eine unglaublich befreiende Alternative!



Was hat Ganesha damit zu tun?

Ganesha ist wohl einer der beliebtesten Götter im Hinduismus. Er gilt als der Beseitiger aller Hindernisse und genau aus diesem Grund steht beim Wiegen eine kleine Statue des Elefantengottes neben meiner Waage. Ich überlasse ihm all meine Sorgen, wenn ich auf die Waage steige und erstaunlicherweise hat er sich in der Vergangenheit verlässlich darum gekümmert. Kurzum: Betrachte den Gang zur Waage nicht als einen Kampf, den du alleine auszustehen hast. Frag die Götter um Hilfe, wenn dir dieses Konzept zusagt.



Bei mir hat der Yoga viel bewegt. Nicht weil ich dadurch abnehme (ich mach ja kein Sport-Yoga), sondern weil er mich zu meinem Körper und zu mir bringt. Ich weiß, dass auch du wunderbar sanft und achtsam unterrichtest. Immer wieder nachfühlen und auf den ruhigen Atem achten – was bei deiner liebevollen Art herrlich möglich ist.
Hast du mit dem Yoga üben ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich?

Yoga ist so viel mehr, als Dehnen, Strecken, Schwitzen. Für mich ist jeder Gang zur Matte ein Schritt in Richtung des Lebens. Meine Matte ist mein Spielplatz, um mich mit den Dingen des Lebens in einem sicheren Rahmen zu konfrontieren. Hier darf ich weinen, schreien, glücklich sein bevor ich mich traue diese Emotionen auch im wahren Leben zu äußern. Die Erfahrungen, die jeder einzelne macht, sind so individuell wie die Menschen selbst. Aber eines haben wir alle gemeinsam: Yoga bewegt, in welche Richtung auch immer.



Ich habe aktuell noch Übergewicht. Das möchte ich unbedingt ändern und bin schon wieder gut dabei – mein eigenes Konzept von 2016 habe ich, nach der Teilnahme an deinem Seminar, angepasst und verändert. Ich zähle keine Kalorien mehr und achte auf meine Gefühle und vor allem das Wohlfühlen. Mir ist es wahnsinnig wichtig mein Normalgewicht zu erreichen - und endlich (!) auch zu halten. Ich denke dabei an mein gesundheitliches (Renten)Konto und weiß, dass ich mich psychisch und physisch wesentlich wohler fühle.
Hast du einen Tipp, wie ich in Zukunft mit emotionalen Schieflagen besser umgehen kann, als mich ins Essen zu flüchten?

Lerne gut zu dir zu sein, auch wenn die Dinge nicht so laufen, wie du sie dir vorstellst. Selbst wenn dein Körper beschließt, noch einige Zeit im Übergewicht zu bleiben, dann respektiere diesen Entschluss. Zudem: Fang an, deine emotionalen Schieflagen nicht als etwas bedrohliches zu sehen, dass dich daran hindert, abzunehmen. Jede Schieflage ist eine Chance für Wachstum und wenn du dieses Potential erkennst und annimmst, dann bleiben die Veränderungen nicht aus.



Liebe Franzi,

ich danke dir von Herzen für deine Zeit, deine Arbeit online, deine Seminare und dein ganzes Sein. Du bist wirklich eine meiner Heldinnen und ich freu mich, dass meine Leser*innen dich (spätestens jetzt) auch kennen lernen durften. Und auf unser Wiedersehen im Herbst!

Sonnengrüße von Herzen nach Indien,
deine Claudi

Sonntag, 10. Juni 2018

Yoga mit Claudi - 30-minütige Yogapraxis (nach einem stressigen Tag)

Namaste ihr Lieben,

auf meinem Podcast hab ich gerade die 44. Folge veröffentlicht.

Die Anleitung zu dieser Praxis...




... könnt ihr euch hier anhören.

Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
eure Claudi
(die viel Spaß, Freude und Entspannung beim Üben wünscht)

Samstag, 9. Juni 2018

Glückliche Menschen sind gut für die Welt

Namaste ihr Lieben,

"Glückliche Menschen sind gut für die Welt" hat mir meine Yogalehrerin Stephanie Schönberger unter diesen Vorfreude-Post kommentiert.




Bei mir dreht sich gerade ALLES um mein eigenes Wohlfühlen. 


Tut mir das gut? Ja! Prima. Wird gemacht.
Fühl ich mich dabei schlecht? Ja! Nicht gut - also auch nicht machen.

Klingt simpel - ist aber harte Arbeit für mich.
Vor allem was den Kontakt mit anderen Menschen betrifft.

Aber es ist wie beim Yoga: Üben, üben, üben. Und ich merke bereits jetzt kleine Fortschritte.


So viel als kleine Einleitung.

Heute Morgen dachte ich mir (tatsächlich auf der Yogamatte):

Was kann ich heute tun um richtig glücklich zu sein?

Das waren die Antworten:
  • Singen
  • Bewegen
  • Auto fahren
  • Endlich das neue Album von James Bay in aller Ruhe hören
  • "Maya oder Das Wunder des Lebens" fertig lesen
  • Sonne
  • See
  • Berge
  • Menschen
  • Tiere

All diese Bedürfnisse wollte ich in einem Erlebnis befriedigt bekommen. Kann man schon erwarten von so nem Claudi-Hirn, dass dem was einfällt. Und so war es auch!

Die Wahl fiel auf einen Ausflug nach Gut Aiderbichl in Iffeldorf, welches ich schon mehrfach auf meinem Veganblog vorgestellt habe.


Ich war zum ersten Mal ganz alleine dort. Ohne menschliche oder finnliche Begleitung. Und es war toll! Fast traue ich mich nicht zu sagen, dass er der schönste Besuch dort war den ich jemals hatte. Ich mag die Claudi einfach :-)

Das kann aber auch an Folgendem gelegen haben:
Noch im Auto dachte ich mir, dass ich heute mal KEIN EINZIGES FOTO mache und - mutig! - haha - mein iPhone den ganzen Besuch über in meinem Beutel lasse.

Aiderbichl ganz yogalike. (Was für ein Wort!)

Als ich angekommen bin ist mir noch spontan eingefallen, dass ich erste Berge und See will. Also hab ich "meine" Bank besucht und einer Freundin Fotos geschickt, weil ich da sehr an sie gedacht habe.
 





Dann fünf Minuten mit offenem Augen und Herzen meditiert, in dem ich einfach nur Berge und See, Himmel und Wolken, Pferde und Wiese angeschaut habe.


Schwupp ging es zurück zum Gut und ich hab das letzte Foto gemacht.



Und dann war ich 1 1/2 Stunden lang einfach nur Strahlefrau. 


Franziska, Oskar, diverse Kühe, Xaverl, ein Schaf, eine Ziege, kleine und große Pferde habe ich gestreichelt und ihnen erklärt wie glücklich sie sich schätzen können. Daweil bin ich mir sicher, dass sie das eh tun.

Hab mich zum Lesen unter einem Baum an den Außenstall der Kühe gesetzt und ihnen beim Sonnen zu geschaut.

Und mich gefreut. Über diesen genialen Einfall meinerseits. *Schulterklopf*

Das mit dem Smartphone hat fast geklappt. Denn als ich zum Katzenwohnzimmer hoch bin, war das Verlangen da dieses Erlebnis hier festzuhalten. Für euch und einen ganz besonderen Kuhfreund die Herde zu fotografieren.

Denn: Glückliche Menschen sind gut für die Welt - und glückliche Kühe auch!




Nochmal zu meiner gedanklichen Liste von heute Morgen:
  • Singen
    (Ich bin ja DIE Zweitstimme für James, hat er leider noch nicht entdeckt.)
  • Bewegen
    (Vom Parkplatz zum See, vom See zum Gut, auf dem Gut drei Runden, zurück zum Parkplatz - ich finde das gildet.)
  • Auto fahren
    (Oh ja! #herbertontheroad)
  • Endlich das neue Album von James Bay in aller Ruhe hören
    (So gut!)
  • "Maya oder Das Wunder des Lebens" fertig lesen
    (So gut!)
  • Sonne
    (Jaaaa!!!)
  • See
    (Um die Osterseen kann man auch herrlich spazieren gehen.)
  • Berge
    (Hach!)
  • Menschen
    (Ein Aiderbichler hat mir die Minischweine gezeigt und mich drauf hingewiesen, dass man Oskar auch während er futtert streicheln kann. Ich stand ganz andächtig neben ihm und hab ihn beobachtet, mich dann aber doch getraut.)
  • Tiere
    (Große Liebe!)


Ja - das war wundertoll. Und nun sitze ich daheim bei Finn, schreibe und grinse. Bin glücklich und fühl mich dermaßen wohl in meiner Haut nach diesem Traumtag - ganz mit mir allein. Nun gibt es KFC (Kakao - Finn - Couch) und Herzkino.


Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

Samstag, 26. Mai 2018

Radln = Wohlfühlen

Namaste ihr Lieben,

hast du auch "etwas" das dich dazu bringt wie ein Dattelsirupkuchenpferd von einem Ohr zum anderen zu strahlen?

Bei ist das aktuell meine Radtour entlang der Mauer des Nymphenburger Schlossparks.
Radln = Wohlfühlen. Halt so. ;-)


Diese hab ich hier, im Blog, schon erwähnt und auf meinem Podcast - aber Fotos gemacht hab ich noch nicht.

Da ja nicht jede*r von euch aus München kommt und/ oder diese Tour kennt, bin ich heute an allen Lieblingsstellen stehen geblieben und hab noch mehr aufgesaugt als sonst und geknipst.

Viel Freude beim anschauen und gedanklichen mitradeln. Oder - noch besser - beim selber radeln.


Ab/ bis "Spielplatz an der Schlossmauer" brauch ich, je nach Tageslaune, ca. 35 Minuten. Heute a bisserl länger, weil ich am Schloss eine Lesepause eingelegt habe.

Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi


P.S.: SchlaubiClaudi sagt: "Auf die Fotos klicken macht sie größer!" ;-)







Ja wer schwimmt denn da? Im Hintergrund das Schlos von hinten.



Links der Botanische Garten, rechts der Nymphenburger Schlosspark.

Links: Häuser (krass!), rechts: die Schlossgärtnerei

Links: Maria Wardt (Gymnasium? Realschule? Beides?), rechts: die Schlossgärtnerei





Olympiaturm (da hat mein Opa dran mitgebaut)

Zurück durchs Villenviertel

Allee - Allee - Allee - Allee - Allee ... :-)

Im Hintergrund der o.g. Spielplatz