Montag, 28. August 2017

Wie ich das WasserFEST erlebt habe

Namaste ihr Lieben,

hier habe ich einen eher oberflächlichen Blogeintrag zum WasserFEST verfasst. Nun geht es ans Eingemachte. Wie habe ich das Wochenende erlebt?

Höhepunkte:
- Osho Kundalini Meditation mit Stephan Mader
- Kinderyoga mit Sibylle Schöppel
- Morgenmeditation mit Danja Lutz
- Liebevolles Jivamukti Yoga mit Libby 
- Essen von Martina Wastl und ihrem wundertollen Team
- Zeit mit meiner Freundin Frau Hase und ihrer Familie
- Das Feldbett welches ich von ihnen geliehen bekommen habe
- Supergute Gespräche im Auto
- Das Wetter tagsüber
- Endlich mal wieder schwimmen (habe ich ganz lange nicht gemacht wegen meiner Beine)
- Tanzen und singen am Lagerfeuer mit Rising Appalachia

Nicht so fein:
- Das Gewitter am Samstag von 19:15 für ca. 1 1/2 Stunden. Direkt über dem See. Ich hab es noch nie erlebt, dass es gleichzeitig blitzt und donnert. Binnen 5 Minuten von strahlend blauem Himmel zu Weltuntergangsstimmung.
- Blitz direkt über dem See. Von rechts nach links vor mir vorbei. 
- Danach war es kalt, nass, windig, matschig, eklig und ich komplett durchfroren.
- Viele hübsche Männer. Innerlich und äußerlich. Alle vergeben, verheiratet, Papa.
- Kein Zelt dabei und der Plan mit dem Knutschen am Lagerfeuer ging auch nicht auf.
- Dass der Schlafsack nicht so warm war wie gedacht.
- Dass ich keine Socken dabei hatte.
- Dass ich im Wind im Panoramazelt ganz allein nicht-geschlafen habe.

Übel dübel oder "HALLO GEFÜHLE! (Not) nice to meet you!":
- Ich bin allein.
- Ich bin so allein.
- Ich bin wirklich ganz allein.
-> Nachts. Tagsüber war das kein Thema. Man ist abgelenkt. Nicht mit sich und seinen Gedanken beschäftigt. Aber nachts. Unter dem Sternenhimmel. Niemand da. Die Freundinnen mit ihren Partnern in Pensionen oder im Familien-Zelt. Nur ich bin allein. Gefühlt die Einzige auf dem ganzen Festival. Wind. Geräusche. Sternenhimmel. Jetzt kuscheln und gekuschelt werden. Jemand bei mir haben, der mit mir zum Auto geht. Weil es dort wärmer gewesen wäre. Und ruhig. Und trocken. Aber nein. Ich liege da. Niemand zum Austauschen. Tränen in den Augen. Gänsehaut am ganzen Körper. So und noch viel schlimmer fühlen sich also Obdachlose. Ich will Feuer. Menschen. Gespräche. Jemand der mir sagt, dass die Nacht bald vorbei ist und alles gut wird. Alles gut ist. Du hast Essen und tolle Menschen. Du bist nicht alone denn wir sind all one. Die Nacht geht nicht vorbei. Noch lange kommt Musik von der anderen Seeseite, vom Lagerfeuer zu mir rüber. Bis alle Camper in ihren Zelten liegen ist es gefühlt drei Uhr nachts. Kabel werden kontrolliert, Matten aus dem/ meinem Vortragszelt geholt. Ich kann nicht einschlafen. Drehe mich auf den Rücken, nach links, nach rechts. Danke Feldbett! Danke Handtuch, dass ich um mich rumlege um ein bisschen Wärme, Vertrautheit, Nähe zu spüren. Irgendwann hab ich es dann wohl doch geschafft in den Schlaf zu fallen. Es ist noch dunkel und ich wage eine Blick aufs schlaue Telefon. HALLELUJA! 05:15 Uhr!!! Auf, auf. Nichts wie raus! Die Nacht ist geschafft. Ich habe es hinter mir. Kann mich nicht rühren, bin verspannt und verkrampft. Rolle die Schlafmatten und den -sack ein. Mühsam und langsam aber voller Freude. Bringe leise das Feldbett zurück und gehe zum Auto. 15 Minuten Oneway. Bekomme keine Luft. Lagerfeuer? Feuchtigkeit? Kälte? Die Höhenmeter? Es dauert bis meine Lungen merken: Alles ist gut. Bis mein Körper wieder warm wird. Bis ich wieder ich bin. Die aufgehende Sonne meine Gedanken erwärmt. Mich mit Liebe füllt und mir zeigt: Alles ist gut. Wirklich. Du kannst stolz auf dich sein. Du hast es geschafft! Deine erste Nacht im Freien! Ever. Deine erste Nacht außerhalb einer Wohnung oder eines Hauses. Und dann auch noch ganz allein! Du kannst stolz sein auf dich Claudi! Klopf dir selbst auf die Schulter. Spring und tanze und singe vor Freude! Direkt rein in die Morgenmeditation. Merken, dass ich eben nicht allein bin. Sondern unter vielen Gleichgesinnten. Die so anders sind als ich und doch so viel gemeinsam haben mit mir.

Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

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