Sonntag, 1. Juli 2018

Einzelstunde 11/15 - GEDULD!!!!!!!!!!! (!!!!!!!!!!!)

Namaste ihr Lieben,

am Mittwoch, den 13.06.2018, hatte ich meine 11. von 15. Einzelstunden im Zuge der Ausbildung zur Yogalehrerin BDY/ EYU.

Erneut bin ich ins Allgäu gefahren - aber nicht mehr nach Kloster Irsee.
Nein, erstmals ging es direkt nach Kaufbeuren.

Denn: Stephanie Schönberger ist mit ihrem 8sam umgezogen. 


Um erst mal das Oberflächliche anzuschauen, bevor ich zu meiner Stunde komme, hier ein paar Fotos die ich für meinen Blog machen durfte. Ich will euch ja schließlich zeigen, wo ab jetzt philosophiert und geatmet wird ;-)


Neuer Look. Hach.

Plötzlich so schick und modern und... anders.

... aber doch noch so wie früher. Hier ging mein <3 auf!

Krishnamacharya is auch wieder dabei.

Hängt über Stephanies Matte und verleitet dazu, mit den Gedanken abzuschweifen.

Ich liebe es, wenn sich hell (Decke, Licht) und dunkel (Wand, Matten) mischen.
Passt zum Leben.

Aufenthaltsraum

Der Empfang/ die Boutique (nicht in Wuppertal).

DRACHE!!! Ich liebe Drachen. Schon immer.
Wenn mal jemand einen rosa Drachen als Kette oder Figur findet,
am besten in Yogaposition - bitte Info an mich! Danke.

Spätestens seit Mittwoch sind wir alle śavasāna Meister*innen ;-)

Palo Santo. Oh mei.

Spätestens jetzt könnt ihr euch vorstellen, dass ich mich gleich wie daheim gefühlt hab. Stephanie hat diesem eher kühlen Gebäude dermaßen viel Liebe und Tiefe eingehaucht. Ich bin hin und weg. Mir war ja vorher schon klar, dass das gut wird. Aber ich hätte nicht gedacht, dieses kleine, süße, alte 8sam so gar nicht zu vermissen.


Merke:
Neustart ist nicht schlecht, heißt vor allem Veränderung. Altes loslassen, Neuem eine Chance geben. Abwarten, offen bleiben und einfach mal vertrauen. Das ganze bestenfalls erwartungslos. Unsere Karin sagt dazu ja imer wieder "Hurra! Eine Veränderung!". Das trifft es hier definitiv auf den Punkt.


Nun aber zur Einzelstunde.

Es ist schon seltsam, dass mir nun lediglich noch vier Stunden fehlen. Die Vergänglichkeit der Ausbildung, obwohl sie vier Jahre dauert, wird mir immer bewusster. Noch eine externe Vorstellstunde, noch zwei interne. Und dann war es das? Im Herbst bekommen wir die Prüfungsfragen, im November 2019 ist Prüfungswoche. Abgefahren, oder? Wieso vergeht die Zeit eigentlich so irre schnell?

Sehr beruhigt bin ich, dass mit Stephanie erhalten bleiben möchte - auch nach der Ausbildung. Denn sie und unsere Stunden, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die für mich beste Lehrerin, wird mich also weiterhin begleiten. Puh.

Als das geklärt war, war ich schon mal entspannter. Schönes Studio, wir machen weiter. Alles gut.

Und dann kam die Frage der Fragen:
"Was beschäftigt dich denn derzeit?"


Tja, so viel - und eigentlich doch nur ein Thema: Die Geduld.
Die fordert mich gerade in vier (!) Lebensbereichen heraus, von welchem ich einen exemplarisch mit Stephanie geteilt habe, da ich weiß, dass sie diesen gut nachvollziehen kann.

Er hat auch schon auf dem Blog seinen Platz gekommen, ihr könnt dies hier nachlesen.

Die Geduld und ich. Wir waren noch nie Freunde. Ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern, jemals irgendwas mit Gelassenheit und Ruhe angegangen zu haben. Immer Zack, Husch, Hopp, Schnell. Was erledigt ist, ist erledigt. Was du heute kannst besorgen...

Mit meiner Ausbildung zur Yogalehrin bin ich zum ersten Mal mit dem Gegenteil konfroniert und habe mich daher bewusst für die Reise von vier Jahren entschieden.

Tja - und was macht Stephanie nun also mit mir?
Wir packen uns meine Praxis vom Sommer 2016 - meine (bisherige) Lieblingspraxis - und passen sie an.
Es wird anderes geatmet. Und zwar nicht nur, wie es jede*r kennt (einatmen - ausatmen) - nein!

Einatmen - Atemfülle - ausatmen - Atemleere.


Sprich: Alles (!) dauert doppelt so lang wie bisher. Magisch!

Ich wollte diese neue Art des Übens erst mal sacken lassen und mich ausprobieren - ganz geduldig halt ;-) -  bevor ich hier darüber schreibe. 

Und es klappt.

Zum einen LIEBE ich diese neue Art, wie in meine Praxis und in die anschließende Meditation noch mehr Ruhe einfließt. Zum anderen hilft es tatsächlich!

Über die Wirkung von prāṇāyāma habe ich beispielsweise hier geschrieben und dort weitere Blogeinträge verlinkt.

Doch in den letzten beiden Wochen wurde mir nun eins klar:
Das stimmt! Das funktioniert! Das ist der Oberhammer!

Ja, man sollte als Lehrerin wirklich viel erfahren, bevor man es an die Schüler*innen weitergibt. 


Die Theorie ist der eine, durchaus wichtige Teil. Doch das Erfahren in der eigenen Praxis, das Anwenden und das Austesten an mir selbst, das Sammeln von positiven und negativen Erlebenissen...

Das ist für mich das, was mich als Lehrerin, Ernährungsberaterin, Frau, Freundin, Kollegin, Schwester, Tochter, Enkelin, in meiner Persönlichkeit und in allen (weiteren) Rollen die ich spiele ausmacht.


Nur durch die eigenen Erfahrungen kann ich spüren und lernen und anschließend weitergeben. Nur dadurch, dass ich selbst schon Dinge erlebt habe, die ich niemandem wünsche, bin ich heute so wie ich bin.

Lediglich durch das geduldig sein werden wird mir bewusst, wie schön es ist, langsam zu machen. Ohne Stress. Ohne Eile. Ohne Hast. Ohne Druck. Ohne Enge.

Langsam (!) aber sicher werde ich zur Freundin von Abwarten, Loslassen, Vertrauen. Erwartungslos und gedankenfrei.

Danke liebste Stephanie, dass du mir mit Rat und Tat zur Seite stehst und mir zeigst, welch großartiger Helfer der Yoga ist - wenn man den Weg auf die Matte (für sich) selbst überwindet.


Nun wünsche ich euch heute noch einen sonnigen Sonntag und für morgen einen wundertollen Wochenstart.

Ich selbst hab nur noch zwei Arbeitstage im Teilzeitjob vor mir und dann - tadaaaaaaaaaaa - 2 1/2 Wochen wohlverdienten Urlaub in der Weltstadt mit Herz.

Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

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