Dienstag, 30. Oktober 2018

Irish Folk Club Munich im Stemmerhof mit Broom Bezzums - Aus Sicht einer Yogalehrerin

Namaste du Liebe*r,

ich war gestern allein im Irish Folk Club Munich im Stemmerhof und hab Andrew Cadie und Mark Brommer von Broom Bezzums genossen. Wow. Da war ich echt mal weg. Also weg weg. Dazu gleich mehr.

Wie bin ich überhaupt drauf gekommen? Nach Dublin hatte ich ein akutes Tief. Wollte am liebsten gleich wieder zurück fliegen. Allein. Auf Rundreise gehen. Irland so richtig erleben. Weil es so schön war.

Und dann kam der Yoga-Gedanke hoch:

Mir hat es ja da so gut gefallen, weil Dublin in mir etwas ausgelöst hat. Das ist aber vielleicht ja gar nicht Dublin. Nein. Das bin ich. Da steckt also was in mir drin, dass ich in Irland spüre, was hier in München aber nicht raus kann. 


Also hab ich gegoogelt: "Dublin München", "Dublin Munich" (da kommen vor allem Flugtickets bei raus), "Irland München" (Rundreisen), "Irish Munich" (Volltreffer!).

Seit dem (April) empfange ich den Newsletter des "Irish Folk Club Munich" - war jedoch auf keiner Veranstaltung. Weil ich keine Zeit hatte oder Finn abends nicht zusätzlich zu tagsüber allein lassen wollte oder niemand mit konnte/ wollte.

Vor ein paar Wochen wurden dann Andrew und Mark angekündigt. Ich hab reingehört und wusste: DA MUSS ICH HIN! Die Mehr-als-Konzertfreundin war nicht verfügbar und so hab ich beschlossen, mal einfach eine E-Mail zu schreiben und nachzufragen wie das alles abläuft.

Die Antwort war so herzig, dass alle zweifelnden Gedanken die ich hatte wie weggepustet wurden. Und so hab ich mich allein auf die Reservierungsliste setzen lassen.

Gestern Nachmittag kamen dann ernsthaft Zweifel auf:
Das is doch doof, da allein hin zu gehen. Ich bin die einzige, die dann da allein ist. Bin total müde vom letzten Seminarwochenende. Eigentlich ist es daheim auf der Couch ja viel tollerer. Mehrfach war ich schon ohne Begleitung auf Konzerten - aber das ist ja viel kleiner und intimer. Blablabla. "tamas" hoch 10 - die Yogini weiß Bescheid ;-)

Doch ich hab vertraut (śraddhā). Darauf, dass die Entscheidung schon gut sein wird. Ich hab reingefühlt, wie es wäre abzusagen (doof!). Mit dem Gedanken, dass ich (allein?) nach Irland reisen werde und da ja auch in Pubs gehen möchte und Musik hören werde, war dann klar, dass ich das in München doch einfach mal üben könnte. 


Und so hab ich meinen Popo hochbewegt und war irre stolz und glücklich. Yeah!

Das Rahmenprogramm ist so was von genial. Beste Unterhaltung vorher, nachher und in der Pause.

Alison und Frank sind der Oberhammer. Ich hab soooo gelacht. Aus tiefstem Herzen.

Da war ich doch am letzten Wochenende von einem grandiosen Witze- und Geschichten-Erzähler umgeben. Aber Mr. Fitzgerald und sein Hund Patrick sowie die Ente im Pub haben da nochmal eine ganz andere Ebene erreicht ;-) Ehrlich herrlich! Und dieser Akzent. Hach.

Und musizieren können die beiden auch noch. Aber hallo!!!!! Also echt hey. 

Was für ein gelungener Abend und was für eine wundertolle Veranstaltungsreihe!!! Hier ein kleines Beispiel, das Video vereint alles was ich eben beschrieben habe:


 

Memo an mich:

Unbedingt wieder hingehen!!! Ganz oft!!!!
Tut mir irre gut. Englisch in Kombi mit Spaß, Freude und Musik.


Aber jetzt zu genau dieser:

WOW WOW WOW!!!!

Da wird vom Dudelsack über eine ganz besondere Art der Mandoline, bis zur Geige und meinen geliebten Gitarren alles mögliche ausgepackt. Dazu zwei Stimmen die mir eine Mischung aus Tränen (vor Rührung und Freude) und Herzen (weil's so schee ist) in die Augen schießen lassen.


ICH LIEBE DIESE MUSIK!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Bevor ich gleich weiter schwärme hier ein Clip, damit du ein bisserl nachvollziehen kannst was ich meine:





Ich hab noch nie soooo viel gelacht zwischen den Songs. 

Da konnte auch ein Riesendrumdepp irgendwo schräg hinter mir im Publikum nix ändern. Alohohl macht Birne hohl. Oder so. Ich saß ja in der ersten Reihe (immer wieder besonders schön) und war total gefangen.
Vermutlich macht das auch richtige Musiker aus: Dinge liebevoll überhören, einfach weitermachen. Dem RDD keinen/ nicht noch mehr Raum geben.

Der Humor der beiden ist so wie ich ihn mag. Da stehen zwei riesengroße Talente nur einen Meter entfernt von mir. Erzählen total sympathisch von der Zeugung ihrer Kinder und vom Steckrüben (statt Kürbis) aushöhlen.

Ich bin echt von Lied zu Lied tiefer versunken. Das sind so dermaßen talentierte Singer- Songwriter die auf total emotionale Weise ihr Publikum in den Bann ziehen.

Daher hab ich geträumt und genossen und einfach nur gelauscht. Nichts tun. Nur sein. Kein auf die Uhr schauen. An nix denken. Sitzen. Hören. Schauen. Fertig.


"Man gave name to all the animals" von Bob Dylan war neu für mich. "House of the rising sun" kannte ich freilich. Aber beides war so ganz besonders schön.

Und dann - ganz am Ende - kam der Moment. So was is mir noch nie passiert. 


Das war wohl ein amerikanischer Gospel Song. Und ich hab ja zum ersten Mal eine Geige direkt gehört. Also so vor mir. Direkt vom Instrument in mein Ohr. Gänsehaut.

Ich kann mich rückblickend nicht mal mehr erinnern ob ich geatmet habe. Keine Ahnung. Ich war wie weggebeamt. Kumbhaka? Wie auch immer - grandios! Das ist neu und ein atemberaubendes Gefühl.


Und jetzt noch Links (wie der gesamte Blogeintrag - kein Auftrag, keine Bezahlung, ... *leicht genervt rolle ich an dieser Stelle die Augen nach oben*):

http://www.irishfolkclubmunich.com
http://www.greensleeves.biz/ 
https://www.broombezzums.com/de/


Oh es ist so schön dieses Erlebnis hier festgehalten zu haben. Solltest du das bis hierhin durchgelesen haben: Tapfer ;-) Und: Danke! Wirklich.

Danke für dich und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

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