Mittwoch, 20. Februar 2019

Einzelstunde 13/15 - Der Wunsch hinter dem Wunsch

Namaste du Liebe*r,

nach meiner letzten Einzelstunde war ich ja sehr verschwiegen. Erstmals.

Heute ist das Gegenteil der Fall. Am liebsten würde ich in die Welt rausschreien, was ich heute erfahrne und erleben durfte.

Bereits während und nach Stephanies Weihnachtsstunde hatte ich mehrere Aha-Momente. Das wurde heute allerdings getoppt!!!



SEX Gerade habe ich den neuen Post der ganz fantastischen @sandra_von_zabiensky (folgt ihr, wenn ihr es nicht schon macht💛) gelesen und da fiel mir wieder ein, dass ich mal Ressortleiterin einer großen deutschen Frauenzeitschrift war. Sex war ein großes Thema, in jeder Ausgabe wurde seitenweise über die neuesten Techniken und Spielgeräte geschrieben, die must haves und sexuellen to does, um alleine erstmal IHN glücklich zu machen - und wenn SIE sich glücklich machen durfte, dann nur um ihn noch mehr anzuregen. Eine der Journalistinnen, die regelmäßig über die teils absurden Sextoys schrieb die frau verwenden sollte, erzählte, dass sie, wenn ihr nichts einfiel, einen Blick in die Küchenschublade warf, und sich dann Geschichten dazu ausdachte. Ernst habe sie das weder gemeint noch genommen. Aber die Chefs waren happy. Die Leserinnen nicht, wie die regelmäßigen Befragungen ergaben. Sie fanden alles zu viel, zu krass, zu wenig liebevoll, sie fühlten sich unter Druck gesetzt, auch durch die oft pornoeske Bekleidung, die eine echte Sex-Göttin (das sollten die Leserinnen nämlich alle werden) tragen sollte. Der Chefredaktion war das egal. Genauso wie Proteste von uns Redakteurinnen. Sie sagte: „Die Frauen lügen doch. Heimlich lesen sie es dann doch.“ Und veröffentlichten die Artikel weiter. Ich möchte gar nicht wissen, welche Glaubensmuster und Bilder diese Artikel bei vielen Leserinnen bewusst und unbewusst kreiert haben. Heute habe ich außerdem einen Artikel gelesen, wie Lesestoff unser Gehirn schädigen kann. Junk fürs Hirn ist wie Junkfood für den Körper. Darum ist es enorm wichtig, klug zu wählen, was wir lesen. Das wir hinfühlen, was unsere innere, weise Stimme sagt - und dass wir ihr folgen, statt sie zu ignorieren. Um unser (Sex)-Leben so zu leben, wie es zu uns ganz individuell passt und uns glücklich macht - ganz egal, was von Zeitschriften und anderen Experten als normal und gesund vorgegeben wird. Trust your Self and take care of your soul🙏 #sex #yoga #zeitschriften #trustyourself #selbstliebe #selfcare #waswirtunhateinewirkung #frauenbilder #womenpower #womenofwisdom #vertrauen #journalismus #brainfood #yogawoman #yogamom #writer #beyourself #om
Ein Beitrag geteilt von 8samYoga (@stephanie.schoenberger) am


So krass. Als ob wir beide immer noch mehr zusammenwachsen würden.

Das ist echt verrückt und ich hab mir das Lehrerinnen-Schülerinnen-Verhältnis nicht so eng und vertraut vorgestellt. Mir war im ersten Ausbildungsjahr gar nicht bewusst, wie wundertoll das werden würde.


Groß mag ich hier nun nix ausplappern, denn das gesprochenene ist für beide Seiten (also Stephanie und meine) sehr sehr sehr persönlich. Das hat Platz in meinem Tagebuch - aber nicht öffentlich hier.

Was ich aber festhalten will ist:
Im Endeffekt geht es darum, dass ich lerne meinen Herzenswunsch zu hinterfragen.

  • Ist es das wirklich?
  • Gehe ich damit tatsächlich an die Essenz?
  • Oder wünsche ich um den Wunsch herum?
  • Hinterfrage ich meine Fragen?
  • Oder halte ich mich bei Oberflächlichkeiten auf?
  • Beobachte, reflektiere und hinterfrage ich ausreichend?
  • Oder mache ich es mir einfach?
  • Kommt vielleicht ein "Nein" raus, weil es schlichtweg leichter ist? 
  • Oder will ich tief in mir drin ein "Ja", blockiere mich jedoch selbst? 
  • Wie denke und handle ich?
  • Bin ich bei mir und achte meine Bedürfnisse und Gefühle?

Den Begriff svādhyāya kannte ich freilich schon. Aber heute habe ich endlich verstehen dürfen, was wirklich damit gemeint ist.


Ein kleiner Insider bzw. einfach nur als Gedanenstütze für später für mich:
SKK vs. Wachstum!

Stephanie hat mir heute die Augen geöffnet. Wir haben vom Tantrismus über Kundalini-Yoga, von Chakren und Granthis bis hin zu Ashtanga über diverse Ansichten und Philosophien oder Ideen gesprochen.

Dann wurde noch eine schöne neue Übungspraxis entwickelt und gemeinsam rezitiert.

Zwei Stunden vergehen auf diese Weise wie im Flug.


Und weil das wirklich "deep shit" ist, gab es im Auto dazu passend keine Musik - sondern meinen Lieblingspodcast mit dem faszinierensten Tierrechtsaktivisten den ich kenne. Rich Roll hatte James Aspey zu Gast. Das fetzt!




Danke für dich und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

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