Dienstag, 5. März 2019

Konzertbesuch aus Yoga-Sicht

Namaste du Liebe*r,

es war so lustig. Ich wurde mit allen Möglichen ... ja was eigentlich ... sind das dann die ach so bekannten kleśas??? ... konfrontiert.

Aber eigentlich egal was es war. Ich formuliere das mal so wie es mir einfällt und in Stichpunkten. Es is ja schon nach Mitternacht und obwohl ich die Woche Urlaub vom Teilzeitjob habe und gerade mein After-Konzert-Hoch feiere arbeitet der Kopf nicht mehr ganz so mit.

Dazu kommt - das is dann schon der erste Yoga-Sicht-Gedanke: 
Ich hatte halt NULL Bock heute auf das Konzert zu gehen. 
Abendkasse. Parken. Kalt. Wind. Regen. Pfui.
Dennoch hab ich mich aufgerafft und bin total happy. Denn da hätte ich halt echt was verpasst!

Die größte Überraschung war die Vorband bzw. Vorfrau - weil ich so gar nicht damit gerechnet hab. Weder damit, dass es überhaupt eine Vorband gibt. Noch weniger mit einer, die mich musikalisch und zwischenmenschlich überzeugt? Voll toll! Denn: Boah die hat das Haus gerockt! 

Vor "Bonnie" (wie das Lied heißt hab ich später bei einem absoluten Fangirl erfragt) hat die Frontfrau Laura Hayden (ich musste den Namen googeln) alle Mädels die Lust haben auf die Bühne gebeten. Dazu sagte sie, dass sie keinen Bock mehr habe, dass Frauen irgendwelchen Idealen in Bezug auf ihre Körper folgen. Jede soll so sein wie sie sich wohl fühlt - unabhängig der Gedanken der Gesellschaft. Das wirkt jetzt nach oberflächlichem Blabla wenn ich es hier so niedertippe. War es aber nicht! 

Denn eins hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt und mich sogar dazu gebracht, dass ich nach dem Konzert zu Laura hin bin und ihr gesagt habe wie großartig ich es finde, dass sie diese Werte den jungen Ladies vermittelt.


Wenn sich alle Frauen vereinen, dann gibt es ein buntes Bild ab. Nämlich das der durchschnittlichen Frau. Denn im Endeffekt sind wir alle gemeinsam diese eine Frau. Wir sollen uns einfach darauf konzentieren, wie wunderbar wir alle in der Gemeinschaft sind und quasi vergessen das Individuum zu betrachten.


 
Ich mag das. Yoga. Einheit. Bäm!





Doch zwei persönlichen Höhepunkte des Abends fanden vor dem ersten Ton statt :-) :-) :-)


Der Security Mann überprüft meinen Personalausweis (!!!) und sagt „Oh. 82? Ok! Haha. Viel Spaß!“ und zwinkert mich an!!!

Kurz darauf werde ich von einer Konzertbesucherin gesiezt. 


Ich fühlte mich halt echt wie ne Mutti im Hühnerhaufen.

Dann pogen die noch alle ab. Ständig!!! Also: alle! Hilfe!!!!!

Zum Glück stand ich auf der zweiten von drei Stufen vor dem Merch Stand. Das hab ich von Revolverheld letzten April gelernt. So voll war es zum Glück heute eh nicht und der hintere Teil (an welchem wir damals das After-Show-Privat-Konzert genießen durften) wurde als Garderobe genutzt.

Was ich gar nicht gut finde:
Der Sänger pfeift sich ernsthaft nen Joint rein! Auf der Bühne!!! Das geht halt gar nicht! Sutzbesoffen (Weißbier) ist er eh. Sein Bruder "darf" dann auch ziehen. Und ich frag mich ernstfhaft ob sie sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind?!? Ich mein... da sind KINDER im Publikum.
Ich hab mittlerweile genug Biografien gelesen und schon viel an Glamour meiner musikalischen Helden ad acta gelegt. Aber DAS hab ich noch nicht erlebt. Find ich echt voll daneben.

Ganz anders ist das zweite Brüderpaar. Die Söhne von Mr. Green Day Billy Armstrong. Da wird Wasser getrunken und sich danach mit den Fans fotografiert. Da wird nüchtern gedrumt und egitarrisiert was das Zeug hält. Absolut charmant und echt irre gut. So mag ich das. Und das war ja auch der Grund wieso ich da war. 


Ist es vielleicht wirklich so, dass Kinder sich dann total anti der eigenen Eltern verhalten? Wenn da viel Alk konsumiert wurde, lehnt man es ab? Ich glaube nicht, dass dies pauschalisiert werden kann. Jedenfalls bin ich irgendwie happy, dass aus den beiden offensichtlich echt was wird.

Weil mir das stellenweise zu viel Bier und Gras war bin ich dann jedenfalls mal kurz auf die Tö verschwunden und hab mich wieder gesammelt. Mich hat das echt geärgert. Ging dann aber wieder schnell vorbei weil ich die feiernde Menge sooo genossen habe.

Stagediving, aufpassende Eltern, kreischende Mädels, knutschende Teenie-Pärchen - ich fühlte mich an meine EAST17 Konzerte in den 90ern erinnert.


Ich glaub SWMRS (auch das habe ich dann erst auf dem Konzert erfahren- wird Swimmers ausgesprochen) wird noch richtig groß. Und die Laura sowieso! Da würde ich tatsächlich auch mal echt gern auf ein Konzert mit ihr als Hauptact gehen.





Wieso tippe ich das alles hier auf? Weil ich mir sicher bin, dass ich dieses Konzert 2014 noch ganz anders wahrgenommen und erlebt hätte. Konzertbesuche aus Yoga-Sicht sind halt einfach was ganz anderes.

Danke für dich und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

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