Donnerstag, 15. August 2019

Körper, Geist und Seele

Namaste du Liebe*r,

unsagbar dankbar bin ich für eine Erfahrung, die ich heute im Schwimmbad machen durfte.

Zum ersten Mal habe ich die Vereinigung von Körper, Geist und Seele gespürt und gefühlt. 


Dazu ein Auszug aus meiner Abschlussarbeit der Ausbildung zur Yogalehrerin BDY/EYU.


<<Gesundheit steht m.E. für Harmonie von Körper, Geist und Seele.
Die yogischen Werkzeuge werden so angewandt, dass sie dem Menschen dazu
dienen, diese Harmonie wiederherzustellen. Der Yoga ist also für den
Menschen da, nicht andersrum. Es kommen Fragen auf wie beispielsweise
„Was braucht dieser Mensch?“ - entsprechend wird der Yoga angepasst.
Die Bedürfnisse des einzelnen Menschen hängen u.a. mit dessen Wohnort,
sozialen Kontakten und der Ernährung ab. Sind die Schüler*innen gestresste,
berufstätige Stadtmenschen oder beispielsweise Senioren, die auf dem Land
leben?

Die āsanas sind wichtig für die Körperarbeit, doch die Weisheitstexte stellen für
mich einen mindestens ebenso wichtigen Faktor dar - für Geist und Seele.
Ich mag das Bild, dass die äußere Haltung des Menschen, der Ausdruck der
inneren Haltung ist. Ein Körper spiegelt letzten Endes dessen Innenleben
wieder, wie ich bereits mehrfach an mir selbst beobachtet habe.
Yoga kann bei der Vorbeugung und Heilung von Krankheiten einen Beitrag
leisten. Im Zuge unserer bisherigen Ausbildungen wurden immer wieder
Themen wie Asthma, Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkschmerzen, geistige und
körperliche Behinderungen oder das Minimieren bzw. Reduzieren von Stress
angesprochen. Ich selbst würde (da ich keine Heilpraktikerin oder Ärztin bin und
mangels einer Sondernausbildung in Yoga- bzw. Physiotherapie) allerdings
lieber präventiv handeln.
(...)
 
Ich bin bereit für die Harmonie von diversen Lebensbereichen und für die
Harmonie von Körper, Geist und Seele. Ich kenne meine Baustellen und weiß,
an welchen Schrauben ich noch drehen kann. Mir ist bewusst, dass viele
schöne Puzzleteile zu meinem großen Bild gehören. Stück für Stück werde ich
sie aneinandersetzen, mit dem für mich wichtigsten Wert des Yoga – der Einheit. Ich bin bereit für Freude, Weite, Licht und Glück und weiß, dass dies
einen Großteil meiner Gesundheit ausmacht.>>

Verfasst habe ich meine Arbeit zwischen November 2018 und Januar 2019. Wie schön, dass es noch im gleichen Jahr soweit war und ich einen "Aha-Moment" (oder sagen wir lieber "AUM-Moment") erleben durfte.


Gestern habe ich mich von einer sehr lieben Nachbarin verabschiedet. Seit 2005 wohne ich in diesem Hauseingang, kenne sie aber schon viel länger. Sie war ein wahres Herzstück. Leider hat der prāṇa letzte Woche ihren Körper verlassen :-(

Ich durfte Teil eines letzten Festes für sie werden. Voller Liebe, Licht, Farben und noch mehr Liebe wurde ein Abschied von Familie, Freunden und Nachbarn gefeiert. Dankbar bin ich dafür, diese herzliche Seele so in Erinnerung behalten zu dürfen, wie sie mich über ein Jahrzehnt lang täglich durch mein Leben begleitet hat. 


Wenn sie schon bei mir (und Finn, ihrem "Hundefreund") so eine Lücke hinterlässt: Wie mag das erst für ihren so geliebten Enkel und den Rest der Familie und des Freundeskreises sein???


Zum Glück hatte ich heute beim Schwimmen genug Zeit mit mir allein um alles sacken zu lassen. Mich daran zu erinnern, dass ich eins ihrer Seelenkinder war, bin, bleibe. Sie fehlt.


Aber da bin ich vor mich hin geschwimmen. In Ruhe, nur das Plätschern vom Wasser. Ein gut gefülltes Becken - voller Stille. Meine ständigen Körperbewegungen, mein ruhig fließender Atem, meine liebevollen Gedanken, die bei diesem schönen Fest gestern hingen, und meine Seele, die diesen tiefen Frieden in sich spüren durfte.


Danke für all das.

Danke für dich und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

1 Kommentar:

  1. Das ist wunderschön geschrieben, ich hab direkt Gänsehaut bekommen! Es ist immer traurig wenn jemand stirbt, daher schön, wenn wir den Yoga nicht nur auf körperlicher sondern vor allem auf geistiger Ebene nutzen können um wieder zu unserer Freude zurück zu finden. Alles kommt, bleibt und geht. Auch wenn man das erstmal nicht akzeptieren kann oder will, wahr ist es doch.

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