Samstag, 5. Oktober 2019

Tanzen und singen mit Gurmukh statt auf der Wiesn

Namaste du Liebe*r,

ich hab gestern einen außergewöhnlichen und wirklich wundertollen Abend mit Gurmukh und ihrem Mann im Kundalini Yoga Zentrum München erleben dürfen.




Die 76-jährige strotzt vor Lebensfreude und steckt die vielen Yogi*nis umgehend damit an. Wir lachen über BMWs und Steiff-Tiere, singen gemeinsam, begrüßen uns und dann geht die wirklich anstrengende Praxis los.

Es wird geschüttelt, gehalten, gedreht, getanzt, geklopft, gebeugt, gestreckt. Schwitzyoga!


Das innere Kind wird angeschaut und altes aus dem Körper rausgehauen - im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem ein Fokus auf die Nasenspitze gesetzt wurde, legen sich alle im jeweils eigenen Tempo ab. Eins meiner Lieblingsmantren wird aufgelegt (wer mehr über das mahāmṛtyuñjayamantra lesen will sucht es sich gerne selbst raus, ich mach nicht immer alles auf die gleiche Seite verlinken ;-) Vor allem weil ich mit denen tatsächlich ned viel bis gar nix zu tun hab!) und ich trifte weg.

Plötzlich sitzt da Gurmukhs Mann - Gurushabd - und erklärt uns, dass nun noch zwei Meditationen und einige kriyā (Reinigungstechniken) folgen werden. Ich freu mich schon "Yeah - endlich ausruhen!" und werde eines besseren belehrt. Weiter wird geschüttelt und gewackelt - aber vor allem ganz still gehalten.

Sat nam Deltamuskel - nice to meet you!


Und er gongt. Und wie er gongt!!! Ich steh da ja total drauf. Vibration im ganzen Körper. Minutenlang. Irre laut. Wow!

Ich konnte leider später kein Foto von diesem wundertollen Raum im Keller der Kaiserstr. machen - zu viele Menschen überall und ich in ganz anderen Gedankenreichen als bei meinem Smartphone - aber es ist der perfekte Ort für solche abgedrehten Geschichten.

Manchmal bin ich froh, dass mir beim Üben und Wachsen und Verändern niemand zuschaut ;-) 


Zwei Teilnehmerinnen sind übrigens tatsächlich gegangen. Versteh ich auch. Es war mein drittes Mal Kundalini Yoga und ich weiß mittlerweile was mich erwartet.

Was bleibt sind folgende Gedanken Gefühle:

  • Neben Helga Simon-Wagenbach (in den 80ern) und Ursula Lyon (in den 90ern) habe ich nun auch noch ein Vorbild in den 70ern. 
  • Lachen ist wichtig und Kind bleiben auch. Ich freu mich also, dass ich bereit bin Yoga für Kinder zu unterrichten (dicken Dank an Eddy Gonzales auf dem Cura Sui Festival!).
  • Mal wieder fühle ich mich in meiner Tradition bestätigt und irre gut aufgehoben. Meine Beine und Füße sind gestern nämlich arg vernachlässigt worden. Die haben heute Morgen richtig gefreut wieder bewegt zu werden und ich werde später mit ihnen Spazieren gehen ;-) 
  • Gurushabd  sagte zum Abschluss WIE wichtig es sei, die tägliche Praxis zu haben und zu üben. Man kann ja jederzeit in Stunden gehen oder auch mal einen Workshop besuchen. Aber Wachstum entsteht durch das tägliche Üben!
  • Musik ist so ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich suche noch immer nach einer Form sie in meinen Unterricht einzubinden - auch wenn man das bei Sriram/ Desikachar/ Krishnamacharya nicht macht. 
  • Never ever will ich aufhören Yogaschülerin zu sein.
  • Schon wieder stelle ich fest, dass manche Menschen online ganz anders wirken als in echt. Ich hoffe ich kann weiterhin der Idee widerstehen mich wieder in irgendwelchen komischen Datingapps anzumelden!
  • Fest vorgenommen habe ich mir die Szene in München besser im Auge zu haben um solche tollen Erlebnisse wahrzunehmen und dann auch teilnehmen zu können. 
  • Ich sehen mich nach meiner letzten Einzelstunde. Zum Glück ist es bald soweit.



Danke für dich und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

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