Samstag, 24. Oktober 2020

Vier mehr als erholsame Tage im Bayerischen Wald

Namaste du Liebe*r,

nun bin ich zurück von vier mehr als erholsamen Tagen im Bayerischen Wald. Der erste Urlaub mit meinem Spatzl - hach das war sooooo was von gscheid schee! Ich hab ja im Vorfeld mit allem gerechnet. Aber nicht mit so viel Harmonie und gegenseitiger Rücksichtsnahme und Akzeptanz. Wirklich großartig. Hach.

Hier folgt ein kleiner Reisebericht. Für mich zum Festhalten (weil allein schon das Aussuchen der Fotos mich sofort in den Urlaub zurück katapuliert) und falls mal jemand hier drüber stolpern sollte, die*der überlegt in dieser wunderschönen Region Urlaub zu machen.

 

Tag 1:
Anreise + Joska + Weinfurtner + Ankommen und Bodenmais erkunden/ einkaufen + Für Tag 2 vorbereiten

Hierzu gibt es nur ein Foto, welches ich aus Datenschutzgründen nicht veröffentlichne mag. Die Anreise von München dauert ca. 2 1/2 Stunden und klappte staufrei und problemlos. Bis auf eine Bahnschranke. Betrieben von einem Herrn mit Hut, welcher den Autoverkehr stoppt, während die Waldbahn in der Kurve warten muss. Dann schließt er die "Schranke" auf einer Seite für Autos, anschließend die für Fußgänger, um dann auf die andere Seite des Bahnübergangs zu gehen und erneut die für Autos und Fußgänger zu schließen. Es folgt ein Zeichen an den Zugführer, die Bimmelbahn fährt vorbei und dann folgt das gleiche Spiel rückwärts. Ehrlich herrlich!!!! Der Bahnwärter musste freilich fotografisch festgehalten werden. Und die gesamte Aktion im Herzerl ;-) 

Fürs Einchecken wars zu früh, also ging es spontan weiter zu den beiden bekannten Glasbläsereien. Joska war nicht mein Ding, Weinfurtner hätte ich dafür leerkaufen können. Es wurden nur zwei Mitbrigsel für die Hundesitterin daheim ;-) 

Nach dem Auspacken ging es dann zu Fuß durchs supersüße Bodenmais für einen kleinen Lebensmitteleinkauf, es wurde gekocht und der Rucksack für Tag 2 gepackt.


Tag 2:
Rießloch Wasserfälle + Großer Arber + Mittagsplatzl (und ganz viel Urwald)

Mit Pausen ab/ bis Loft in Bodenmais hat die Tour knapp 8 Stunden gedauert. Eine Mittagspause am Mittagsplatzl inklusive sowie An-/Auszieh- + Pipi-  + Wassertrinken- Pausen.
Beim Aufstieg wawr das alles fast nur alpines Gelände und Steige. Zum Glück wurde erst im Nachhinein festgestellt, dass es eine schwarze Wanderschuh-Wanderung ist. Sonst hätte ich mir das nicht zugetreut. Überwiegend war es matschig, rutschig und teilweise vereist. Wir haben 945 Höhenmeter und 18,6 Kilometer zurück gelegt.

Es folgen Fotos in chronologischer Reihenfolge ;-)
Man achte BITTE auf die Herbstfarben. Wie hingemalt!

Jetzt ist uns bewusst geworden, dass man steile Wege wohl besser von unten nach oben knipst. Aber ich war halt immer oben so irre stolz und dachte mir: "Wow, DAS hab ICH geschafft?!?" Daher gibt es Fotos von oben nach unten.


 

 

 Sind die Farben nicht wundertoll?



Überall Schwammerl. Gaaaaanz viele!


 

Das sind sie also - die Rißlochwasserfälle von denen mir soooo sehr vorgeschwärmt wurde. Kann ich nur bestätigen!!! Wirklich magisch.  


Der erste von "ein paar" Glückspilzen.

Hier wieder: Weg von oben. Und: der erste Schnee!!!!


Genau über der Hütte liegt der Gipfel des Großen Arber. Sieht man nur nicht so. Aber ich dachte mir: "Ach du Sh*anti - so weit noch???" Hab erst gestern erfahren, dass es nicht nur mir so ging ;-)


 

Noch mehr Schnee, und hier waren wir schon mitten auf dem Steig. Ich hab gedacht ich kann nimma!!!

Hat dann aber doch geklappt. Mit sicht über Nebel- und Wolkenfelder bis zu den Alpen!!!!

Dann wollten wir laut Wanderapp zum Großen Arbersee. Nur irgendwie war der Singletrail dahin schneebedeckt und daher wurde spontan umgeplant! Zum Glück. Denn entgegen zum Kleinen Arbersee (dazu am Tag 3) ist der total überlaufen und echt nicht so schee.

Auf dem Weg zum Mittagsplatzl (wo wir dann Mittag gemacht haben), musste ich eine echt steile Wand aus großen Steinen hochkraxeln. Von der Ferne dachte ich noch, dass der Weg bestimmt links oder rechts vorbei weiter führt. Aber nein! Puh. Erneut ein unausgesprochendes "Ich kann nimma!" in meinem Kopf. Ich konnte dann aber doch :-) Und bin noch heute stolz wie Oskar!

Außerdem wurde ich erneut mit  der Aussicht (und selbstgemachtne BohnenBurgerPatties) belohnt.

   


Das ist der große Arbersee. Von oben schöner als von unten.


Auf dem 2 1/2 stündigen Weg zurück nach Bodenmais: Nochmal Alpen sehen. Hach!!!

Wie du dir vorstellen kannst, war ich dankbar für Dusche, Abendessen und Bett mit Kuschelbademantel! Aber echt: Was für ein genialer Tag!!! Und acht Stunden Natur ist einfach nur Seelenpflege!!!


Tag 3:
Kleiner Arbersee + Zwiesel + Schnaps + James Bay

Zum Kleinen Arbersee ging es mit dem Auto (Parken am Ende der ellenlangen Parkbucht der Lifte) + 3 km Wanderung bergab + 3 km Wanderung viel höher bergauf + 2 km Wanderung wieder bergab. Rückblickend wäre es mir lieber gewesen näher am See zu parken und nur jeweils flach 2 km vom Parkplatz hin und her zu stapfen + die Runde 45 Minuten Runde um den See.

An sich wäre das kein Thema gewesen - aber nicht nach dem Vortag. Weil: 300 Höhenmeter mit Muskelkater is nicht so fein. Aber hat geklappt. Tapfere Claudi ;-) hihi.

Der Kleine Arbersee ist wie hingemalen. Ich hab so was noch nie gesehen. Wie auch am Vortrag war ich hin und weg von den gefärbten Blättern des Mischwaldes und den Farben und der Sonne und dem blauen Himmel und und und. 






Auf der Rückfahrt nach Bodenmais hab ich kurz einen Blick auf den Großen Arbersee geworfen, festgestellt, dass da zu viele Menschen und zu wenig Platz ist. Also sind wir durch Zwiesel (aussteigen nicht notwendig) durch in eine Schnapsbrennerei gefahren. Und ich danach zurück ins Loft in Bodenmais. Wo ich mit einem Abend mit James Bay, live aus dem Globe Theatre überrascht wurde. Das war vielleicht toll!!!!! Alles.


Tag 4:
Regen + Baumwipfelpfad + Rückfahrt

Da war dann leider schon wieder packen angesagt und es ging durch Regen (ebenfalls kein Aussteigen notwendig) zum so was von genialen Baumwipfelpfad mitten im Nationalpark!!!!

Die 10 Euro Eintritt lohnen sich sehr. Ich konnte hier viel lernen - aber meine Höhenthematik nicht überwinden ;-) 

 










Und nochmal: DIESE FARBEN!!!!

Mehr als erholsam trifft es wirklich. Nach der anstrengend Zeit im Teilzeitjob seit März, wo ich monatelang den Job von ursprünglich drei gewuppt habe, den Patient*innen im Privatenbereich, und vielen Irrungen und Wirrungen im gesamtem Umfeld plus den Neuerungen aufgrunde der Pandemie war das wirklich wie Kraft tanken.

Ich hab nun neue WhatsApp, Sperrbildschirm und Homebildschirm Fotos um ständig wieder an diese tolle Woche erinnert zu werden. Meine Gedanken sind, dass ich das in den nächsten Monaten noch oft brauchen werde. Auch wenn ich immer wieder versuche im Hier und Jetzt zu sein, was mir im Woid echt recht gut gelungen ist, ist es dennoch so, dass es im Alltag nicht immer klappt bzw. schwieriger ist. Ich bin halt nunmal kein Buddha - sondern einfach nur Mensch!

Voller Dankbarkeit für die Menschen in meinem Leben <3 Und aktuell ganz besonders und mehr denn je für den Einen.

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und
BLEIB GESUND!!!!

Deine Claudi

P.S.: Wer einen Tipp für eine Unterkunft in Bodenmais (ohne Kind und ohne Hund) braucht, schickt mir gerne eine E-Mail.

Freitag, 16. Oktober 2020

Ein Tag in Regensburg und warum ich keine Ernährungsberaterin mehr sein mag

Namaste du Liebe*r,

gestern durfte ich einen ganzen Tag mit der wundertollen Zauberfrau Evi aus meiner Yogafamily verbringen. Ich habe sie in ihrem Regensburg besucht und eine persönliche Stadtführung erhalten. 

Regensburg kannte ich zwar schon, hab aber festgestellt, dass es mal wieder abhängig ist von der Sicht der Dinge dieser einen Person, mit der man unterwegs ist! Evi hat mir ihre Ecken und Straßen gezeigt, wir sind über vier Stunden gemeinsam durch in und durch die Altstadt gebummelt. 

Die Steinerne und Eiserne habe ich kennengelernt, von der Höhe der süßen Häuschen erfahren und wann so welches kulturelle Ereignes stattfindet. Bis auf 2020. 

Was mich am meisten berührt hat, war das Wiedersehen nach ziemlich genau 11 Monaten. Wie viel sich verändert hat - und wie wir dennoch noch so sind wie wir waren. Einfach weitergeschwatzt haben, als wäre keine Pandemie dazwischen gekommen. Eigentlich wollten wir ja im Sommer als Freundinnen-Truppe anreisen. Satz mit X...

 


Weil ich derzeit so sehr hadere mit meinen Rollen als zertifizierte vegane Ernährungsberaterin und als Yogalehrerin BDY/EYU, hat mir Evi DEN TIPP schlechthin gegeben:

"Sei im Jetzt und erfinde dich neu! Was möchtest du sein, wenn du die Ausbildungen nicht hättest?"

Zum Glück hatte ich 1 1/2 Stunden Rückfahrt um das sacken zu lassen. Heute Morgen kam dann die Erkenntnis: "Ich glaub ich mag keine Ernährungsberaterin mehr sein!"

So, jetzt ist es raus.
Es sind nämlich weder die Nährstoffe, noch die Blutwerte oder perfekt abgestimmte Mahlzeiten, die mir Freude bringen.

Was mein Herz tanzen lässt ist es, Menschen zu unterstützen, die vegan(er) werden wollen! Meinen Freunden den Tieren auf diese Weise zu helfen. Außerdem somit die Umwelt zu schätzen. Mir geht es nicht en detail darum, welches Supplement wann und wie viel und warum eingenommen werden sollte. 

Mir geht es darum Werte zu vermitteln. Mitgefühl zu zeigen. Die neue Nachhaltigkeit WIRKLICH (vor) zu leben.

Gründe darzustellen, weswegen "ohne Tier" der für mich der beste Lebensweg ist. 

Nach Evi hat mir meine Freundin Verena Franke heute Morgen den nächsten Popotritt verpasst:

"Das sichtbar machen, mit was du anderen helfen kannst!"

Lautet der Ratschlag, den Verenchen in ihrer aktuellen Podcast-Folge ("Herz auf der Zunge" ist eh SEHR hörenwert!) gibt.  

Gut. So. Dann mal schauen. Mir scheint es, als würde da grad mal wieder eine Schicht abfallen... Immer wieder lande ich bei den Worten, die mich seit Beginn meiner vierjährigen Ausbildung zur Yogalehrerin, im Oktober 2015, begleiten:

Abwarten. Geduld. Loslassen. Vertrauen.

In diesem Sinne:

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und bleib gesund!

Deine Claudi

Montag, 12. Oktober 2020

Yoga und Depression

Namaste du Liebe*r,

meine Yogafreundin und -kollegin Tanja hat mir heute einen Beitrag zugeschickt, den ich gerne mit dir teilen will.

BR24 berichtet über

"Dauerstress, Angst und Depression: Warum Yoga helfen kann"!

Find ich richtig gut und vor allem richtig wichtig!


Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und bleib gesund,
deine Claudi


Sonntag, 11. Oktober 2020

Sonntagsstimmung und Musik

Namaste du Liebe*r,

die soooooo viel mehr als Konzertfreundin, welche sich aus aktuellem Anlass zur Spaziergehfreundin umentwickelt :-) , hat mir bereits im Juli einen dringende Konzertempfehlung geschickt.

Doch Musik sollte zur Stimmung passen. Und die ist jetzt da. 

Seit gestern hänge ich wie eine Brummbärin in den Seilen. Da kommt der Mann, dessen Gitarre jemand gern wäre, heute genau richtig!



Besonders schön zu sehen: Er entwickelt sich zum Entertainer. Auch wenn kein Publikum live vor Ort dabei ist. Und für alle Fangirls: Es gibt ein Live-Konzert für das man sich Tickets kaufen kann. Übernächste Woche. "Leider" kann ich da nicht dabei sein. Aber du vielleicht? Eine schöne Möglichkeit Künstler*innen und ihre Teams zu unterstützen!

Für mich gibt's nun die kurze Übung aus dem Juli und dazu das aktuelle Herzstück und ne heiße Schokolade mit viel Sojamilchschaum. Dazu Gedanken an den nahenden Urlaub, Kerze an und Orangenöl plus Finnkuscheln. 

Vielleicht wird das so ja doch noch was mit der Sonntagsstimmung?

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und bleib gesund!
Deine Claudi

Samstag, 10. Oktober 2020

Zerbrechlich

Namaste du Liebe*r,

die ganze Woche über fühle ich mich immer wieder zerbrechlich.

Mir wird Tag für Tag gezeigt, wie fragil das Leben ist. Wie schnell sich Dinge ändern können. 

Dass nur ein Anruf einen kompletten Lebensplan auf den Kopf stellen kann.
Krankheiten die plötzlich da sind.
Todesängste.
Fragen wie ein ganzes Leben neu aufgestellt, oder ein vorübergehender Alltag neu organisiert werden kann.
Operationen, die anders verlaufen als gedacht.
Palliativärzte, die starke Medikamente verabreichen.
Diganosen, die nicht so ausgesprochen werden, wie man es sich gedacht hat.

Heute Morgen wurde ich förmlich erdrückt von diesen Dingen. A bisserl haben meine Totenkopfmala, räuchern, dehnen auf dem Bolster und Meditation geholfen. Außerdem: das Atmen!

Schauen wir mal, wie sie weitergehen. Die Leben der anderen. Und mein eigenes.  


 

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und bleib gesund,

deine Claudi

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Den Gedanken freien Lauf lassen

Namaste du Liebe*r,

die letzten Monate waren schwierig und nervenaufreibend. Da war von meiner Seite her Verunsicherung, Enttäuschung, geplatzte Hoffnung. Ich hatte das Gefühl nicht Ich zu sein. Oder vielmehr: Sein zu können. 

Irrwitzigerweise hat das alles nichts mit Corona zu tun! Wie in so vielen anderen Fällen. Wo Krankheit, Existenzängste, Arbeitslosigkeit, Kinderbetreuung und Einschränkungen für Irrungen und Wirrungen auf psychische und physische Weise geführt haben.

 

Bei mir ist es so, dass ich (in ungekündigter Position als Angestellte) keinen Tag lang mit auch nur einem der Punkte zu kämpfen hatte. Im Gegenteil: Aufgrund von Kurzarbeit und Kündigungen (die, in der ersten Runde, angeblich nichts mit der Pandemie zu tun hatten) steppte bei mir im Teilzeitjob der Bär!

Das führte zu Stress auf doppelt gemoppelte Art und Weise. Da war liebgewonne Chefin plötzlich weg, da war aus einem Team auf einmal nur noch ich da. Als One-Woman-Show mit 100%iger Verantwortung an lediglich drei Tagen pro Woche.

Ich hab gekotzt. Im Strahl. Mehrmals. Täglich.

 

Doch die Arbeit ist nur ein Paar Stiefel gewesen. Auch privat war es stellenweise mehr als schwierig. Mir das einzugestehen, hat mehrere Woche in Anspruch genommen.

Im Juli platzte der Urlaub. Ich wollte eh nicht verreisen, aber es sollte eine erholsame Zeit im geliebten München und Umgebung werden. Statt dessen standen spontan Besuche in der Tierklinik mit Finn, in der Frauenklinik mit meiner Mama und in der Augenklinik mit meiner Oma an. Mama war (zu) schnell wieder fit, Finn leider nicht, Oma musste nicht operiert werden. Puh. Aber dennoch: Der Spagat zwischen "Ich brauch doch Ruhe!!! Seit März arbeite ich alleine -  durch!" und "Ich bin fit und will für euch da sein!" war schwer.

Rückblickend bin ich dankbar dafür, dass Finn überlebt hat. Und, dass ich zu den Wochen als wir 6x in der Tierklinik waren Urlaub hatte! Dem Himmel sei Dank!

Doch in dem Moment war ich enttäuscht und wütend. 

 

Gedacht war ja, dass ich mich erhole. Dass ich mir Gedanken darüber machen kann, wie es mit dem Teilzeitjob und der nebenberuflichen Selbstständigkeit weiter geht. Aber: nichts ging! Ich war wie leer. Ausgebrannt.

Das ging dann noch den gesamten August so. Endete in Ess-Eskapaden. Und ich beschloss, dass es so nimma weiter geht.

Unterstützt wurde ich dabei von der Fructoseintoleranz, die mich 2007 so viele Nerven gekostet hat, dass ich im Krankenhaus gelandet bin. Das wollte ich 13 Jahre später nicht erneut zulassen. So habe ich das Wochenende 11.- 13. September mit Wasser- und Teefasten verbracht und mich auch auf mentaler Ebene einmal durchgereinigt. Eine sehr gute Entscheidung denn seit ziemlich genau einer Woche ist die Kraft wieder da, mit der ich, frohesten Mutes, im Januar und Februar in das Jahr 2020 gestartet bin.

Mittlerweile hab ich Frieden geschlossen. Pauschal. Ich habe mich an neue Rollen gewöhnt. Oder versuche es. Auf unterschiedliche Weise. Sehr konträr. Die eine versuche ich mit Gelassenheit anzugehen, die andere voller Liebe. Beide sind auf ihre Art herausfordernt. Die eine tendenziell eher negativ, die andere durchweg positiv. Ich wachse durch beide und mit beiden. 

 

Nun steht im Oktober erneut Urlaub an. Ich verlasse dafür Müchen! Unfassbar ;-) Voller Vorfreude bin ich, gleichzeitig aufgeregt und gespannt. Mein großer Wunsch ist Erholung auf allen Ebenen. Sooo sehr!!!


Wenn ich dann aufgetankt bin, will ich mir überlegen und vor allem erfühlen, wie es nebenberuflich/ als Selbstständige weiter geht. Ich werde die folgenden Gedanken nicht los:

- Es kann doch nicht sein, dass ich vier Jahre BDY-Ausbildung vorweisen kann, aber sie nicht umsetze. Privat für mich und mein Umfeld freilcih schon! Aber leider nicht im Sinne von Weitergeben an andere Menschen.

- Wieso kräht kein veganer Hahn mehr nach mir? Wo ist das was ich 2011-2013 erarbeitet habe hin? 

- War es ein Fehler 2014 (das war eins der schlimmsten Jahre meines Lebens!) mit der Selbstständigkeit rauszugehen?

- Warum habe ich die Ausbildung zur veganen Ernährungsberaterin gemacht, wenn vegan für mich so viel mehr als Ernährung ist!!! Und ich dieses ernährungsbedingte Fachwissen nur am Rande - aber nicht als Mittelpunkt teilen will?

- Wie kann ich veganes Leben und Yoga besser verbinden als bisher?

- Was will ich wirklich erreichen?

- Welchen Spielplatz wünsche ich mir und was sind der Sinn und Zweck dahinter?


Das als kleines Memo für mich. Für November. Oder Dezember.

 

Warum ich all das niederschreibe? Weil ich denke, dass viel zu wenig Menschen wirklich ehrlich sind. 

Ich finde als Yogalehrerin darf ich auch mal "Das is doch alles scheiße statt shanti!" denken. Ich darf dazu stehen, dass der "Markt" übersättigt ist und es viel Kraft, Dranbleiben und Einzigartigkeit kostet, um wirklich erfolgreich zu sein. Aber auch kein/ viel zu wenig Geld zu verdienen! Weil es dermaßen mies bezahlt wird, dass ich es für meinen Teil nicht einsehen mag, unter Mindestlohn zu arbeiten. 

Ich finde als Ernährungsberaterin, die keine Lust mehr hat eine zu sein, darf ich auch mal dazu stehen und sagen, dass mein Weg bisher vielleicht doch nicht der richtige Weg war. Halt auch WEIL das Essen seit dem Jahre 2001 mein Anti-Thema ist. Verbieten, erlauben, verbieten, erlauben. Diät, hau rein, Diät, hau rein. Meine unendliche Geschichte.

 

Ist sie zu Ende? Ich denke nicht. Vielleicht fängt sie 2020 auch erst richtig an? 

Alles kommt... bleibt... geht...

Hast du bis hier hin mitgelesen? Wow! Respekt! Und ein dickes Danke dafür <3 


Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und bleib gesund!

Deine Claudi

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Mein tägliches Auftanken

Namaste du Liebe*r,

von einer Freundin wurde ich gebeten "endlich mal wieder" einen gscheiden Blogeintrag zu schreiben. Das würde fehlen. Ich in der Welt. Und so.

Meinem Ego hat dies sehr geschmeichelt. Weil ich mir ja ständig denke: Mein Wissen und meine Werte sind grandios - aber nach sieben Jahren Veganblog und nun über fünf Jahren Yogablog habe ich nichts mehr zu sagen. Außerdem würde das was ich denke bestimmt niemand interessieren. 

Wenn ich ganz ehrlich bin ist das auch einer der Gründe, warum auf "Friede Freude Süßkartoffel" schon länger nix mehr passiert ist. Weil in mir immer wieder hochkommt: Juckt doch niemand.

Umso mehr hat es mich dann gefreut, dass der Wunsch nach meinen Gedanken da ist. So werde ich mich morgen erneut melden und einfach mal drauf los schreiben. 

Für den Moment habe ich aber noch eine Info, die mehr aus dem Kopf als aus dem Herzerl kommt.

Mein tägliches Auftanken ist Gold wert. Es ist für mich das wichtigste Werkzeug in meinem riesengroßen Koffer an (yogischen) Stützen im Alltag. Es gibt zwei Podcast-Folgen zum Thema aber hier gerne auch noch schriftlich und vor allem ganz auf dem aktuellen Stand:

- Noch im Bett die Hände auf den Bauch legen und mich für meine Gesundheit bedanken.
- Mit Hilfe der Arme über die Seite zum Sitzen kommen, die Füße spüren, aufstehen.
- Ab ins Bad, Trockenbrüsten, waschen, Yogakleidung anziehen, Zunge mit einem Löffel schaben, Öl ziehen.
- Während dessen alles für die Arbeit einpacken (3 Tage/ Woche) oder fürs Frühstück vorbereiten (4 Tage/ Woche) und Tee kochen.
- Nach dem Öl ziehen erneut Zunge abschaben und dann Zähne putzen.
- Anschließend Nase spülen.
- āsana (nach täglichem Gusto), prāṇāyāma (10 Minuten) und Meditation (24 Minuten) üben.
- Tee trinken.
- Danach (eine bis 1 1/2 Stunden später) erst das Telefon anmachen.
- Frühstücken (dafür plane ich mir mind. 20 Minuten ein).
- Mit Finn spazieren stehen.

Heute wurde ich in der Meditation von der Wärme der Sonne überrascht. Das Foto ist nach dem rausholen (per Körper wachstreichen, strecken und om rezitieren) entstanden.


Vielleicht ist das ein oder andere für dich dabei?
Stress dich nicht - es hat über fünf Jahre gedauert bei mir, bis das so entstanden war, wie es heute ist. Und: alles ist Veränderung und stetiger Wandel. Das Auftanken also eine Momentaufnahme :-)

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und bleib gesund!

Deine Claudi