Samstag, 24. Oktober 2020

Vier mehr als erholsame Tage im Bayerischen Wald

Namaste du Liebe*r,

nun bin ich zurück von vier mehr als erholsamen Tagen im Bayerischen Wald. Der erste Urlaub mit meinem Spatzl - hach das war sooooo was von gscheid schee! Ich hab ja im Vorfeld mit allem gerechnet. Aber nicht mit so viel Harmonie und gegenseitiger Rücksichtsnahme und Akzeptanz. Wirklich großartig. Hach.

Hier folgt ein kleiner Reisebericht. Für mich zum Festhalten (weil allein schon das Aussuchen der Fotos mich sofort in den Urlaub zurück katapuliert) und falls mal jemand hier drüber stolpern sollte, die*der überlegt in dieser wunderschönen Region Urlaub zu machen.

 

Tag 1:
Anreise + Joska + Weinfurtner + Ankommen und Bodenmais erkunden/ einkaufen + Für Tag 2 vorbereiten

Hierzu gibt es nur ein Foto, welches ich aus Datenschutzgründen nicht veröffentlichne mag. Die Anreise von München dauert ca. 2 1/2 Stunden und klappte staufrei und problemlos. Bis auf eine Bahnschranke. Betrieben von einem Herrn mit Hut, welcher den Autoverkehr stoppt, während die Waldbahn in der Kurve warten muss. Dann schließt er die "Schranke" auf einer Seite für Autos, anschließend die für Fußgänger, um dann auf die andere Seite des Bahnübergangs zu gehen und erneut die für Autos und Fußgänger zu schließen. Es folgt ein Zeichen an den Zugführer, die Bimmelbahn fährt vorbei und dann folgt das gleiche Spiel rückwärts. Ehrlich herrlich!!!! Der Bahnwärter musste freilich fotografisch festgehalten werden. Und die gesamte Aktion im Herzerl ;-) 

Fürs Einchecken wars zu früh, also ging es spontan weiter zu den beiden bekannten Glasbläsereien. Joska war nicht mein Ding, Weinfurtner hätte ich dafür leerkaufen können. Es wurden nur zwei Mitbrigsel für die Hundesitterin daheim ;-) 

Nach dem Auspacken ging es dann zu Fuß durchs supersüße Bodenmais für einen kleinen Lebensmitteleinkauf, es wurde gekocht und der Rucksack für Tag 2 gepackt.


Tag 2:
Rießloch Wasserfälle + Großer Arber + Mittagsplatzl (und ganz viel Urwald)

Mit Pausen ab/ bis Loft in Bodenmais hat die Tour knapp 8 Stunden gedauert. Eine Mittagspause am Mittagsplatzl inklusive sowie An-/Auszieh- + Pipi-  + Wassertrinken- Pausen.
Beim Aufstieg wawr das alles fast nur alpines Gelände und Steige. Zum Glück wurde erst im Nachhinein festgestellt, dass es eine schwarze Wanderschuh-Wanderung ist. Sonst hätte ich mir das nicht zugetreut. Überwiegend war es matschig, rutschig und teilweise vereist. Wir haben 945 Höhenmeter und 18,6 Kilometer zurück gelegt.

Es folgen Fotos in chronologischer Reihenfolge ;-)
Man achte BITTE auf die Herbstfarben. Wie hingemalt!

Jetzt ist uns bewusst geworden, dass man steile Wege wohl besser von unten nach oben knipst. Aber ich war halt immer oben so irre stolz und dachte mir: "Wow, DAS hab ICH geschafft?!?" Daher gibt es Fotos von oben nach unten.


 

 

 Sind die Farben nicht wundertoll?



Überall Schwammerl. Gaaaaanz viele!


 

Das sind sie also - die Rißlochwasserfälle von denen mir soooo sehr vorgeschwärmt wurde. Kann ich nur bestätigen!!! Wirklich magisch.  


Der erste von "ein paar" Glückspilzen.

Hier wieder: Weg von oben. Und: der erste Schnee!!!!


Genau über der Hütte liegt der Gipfel des Großen Arber. Sieht man nur nicht so. Aber ich dachte mir: "Ach du Sh*anti - so weit noch???" Hab erst gestern erfahren, dass es nicht nur mir so ging ;-)


 

Noch mehr Schnee, und hier waren wir schon mitten auf dem Steig. Ich hab gedacht ich kann nimma!!!

Hat dann aber doch geklappt. Mit sicht über Nebel- und Wolkenfelder bis zu den Alpen!!!!

Dann wollten wir laut Wanderapp zum Großen Arbersee. Nur irgendwie war der Singletrail dahin schneebedeckt und daher wurde spontan umgeplant! Zum Glück. Denn entgegen zum Kleinen Arbersee (dazu am Tag 3) ist der total überlaufen und echt nicht so schee.

Auf dem Weg zum Mittagsplatzl (wo wir dann Mittag gemacht haben), musste ich eine echt steile Wand aus großen Steinen hochkraxeln. Von der Ferne dachte ich noch, dass der Weg bestimmt links oder rechts vorbei weiter führt. Aber nein! Puh. Erneut ein unausgesprochendes "Ich kann nimma!" in meinem Kopf. Ich konnte dann aber doch :-) Und bin noch heute stolz wie Oskar!

Außerdem wurde ich erneut mit  der Aussicht (und selbstgemachtne BohnenBurgerPatties) belohnt.

   


Das ist der große Arbersee. Von oben schöner als von unten.


Auf dem 2 1/2 stündigen Weg zurück nach Bodenmais: Nochmal Alpen sehen. Hach!!!

Wie du dir vorstellen kannst, war ich dankbar für Dusche, Abendessen und Bett mit Kuschelbademantel! Aber echt: Was für ein genialer Tag!!! Und acht Stunden Natur ist einfach nur Seelenpflege!!!


Tag 3:
Kleiner Arbersee + Zwiesel + Schnaps + James Bay

Zum Kleinen Arbersee ging es mit dem Auto (Parken am Ende der ellenlangen Parkbucht der Lifte) + 3 km Wanderung bergab + 3 km Wanderung viel höher bergauf + 2 km Wanderung wieder bergab. Rückblickend wäre es mir lieber gewesen näher am See zu parken und nur jeweils flach 2 km vom Parkplatz hin und her zu stapfen + die Runde 45 Minuten Runde um den See.

An sich wäre das kein Thema gewesen - aber nicht nach dem Vortag. Weil: 300 Höhenmeter mit Muskelkater is nicht so fein. Aber hat geklappt. Tapfere Claudi ;-) hihi.

Der Kleine Arbersee ist wie hingemalen. Ich hab so was noch nie gesehen. Wie auch am Vortrag war ich hin und weg von den gefärbten Blättern des Mischwaldes und den Farben und der Sonne und dem blauen Himmel und und und. 






Auf der Rückfahrt nach Bodenmais hab ich kurz einen Blick auf den Großen Arbersee geworfen, festgestellt, dass da zu viele Menschen und zu wenig Platz ist. Also sind wir durch Zwiesel (aussteigen nicht notwendig) durch in eine Schnapsbrennerei gefahren. Und ich danach zurück ins Loft in Bodenmais. Wo ich mit einem Abend mit James Bay, live aus dem Globe Theatre überrascht wurde. Das war vielleicht toll!!!!! Alles.


Tag 4:
Regen + Baumwipfelpfad + Rückfahrt

Da war dann leider schon wieder packen angesagt und es ging durch Regen (ebenfalls kein Aussteigen notwendig) zum so was von genialen Baumwipfelpfad mitten im Nationalpark!!!!

Die 10 Euro Eintritt lohnen sich sehr. Ich konnte hier viel lernen - aber meine Höhenthematik nicht überwinden ;-) 

 










Und nochmal: DIESE FARBEN!!!!

Mehr als erholsam trifft es wirklich. Nach der anstrengend Zeit im Teilzeitjob seit März, wo ich monatelang den Job von ursprünglich drei gewuppt habe, den Patient*innen im Privatenbereich, und vielen Irrungen und Wirrungen im gesamtem Umfeld plus den Neuerungen aufgrunde der Pandemie war das wirklich wie Kraft tanken.

Ich hab nun neue WhatsApp, Sperrbildschirm und Homebildschirm Fotos um ständig wieder an diese tolle Woche erinnert zu werden. Meine Gedanken sind, dass ich das in den nächsten Monaten noch oft brauchen werde. Auch wenn ich immer wieder versuche im Hier und Jetzt zu sein, was mir im Woid echt recht gut gelungen ist, ist es dennoch so, dass es im Alltag nicht immer klappt bzw. schwieriger ist. Ich bin halt nunmal kein Buddha - sondern einfach nur Mensch!

Voller Dankbarkeit für die Menschen in meinem Leben <3 Und aktuell ganz besonders und mehr denn je für den Einen.

Danke für dich, Sonnengrüße von Herzen und
BLEIB GESUND!!!!

Deine Claudi

P.S.: Wer einen Tipp für eine Unterkunft in Bodenmais (ohne Kind und ohne Hund) braucht, schickt mir gerne eine E-Mail.

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